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Die Geschichte der
Stadt
Haiger wurde 778 erstmals
urkundlich erwähnt.
Die Adlige Theutbirg schenkte
dem Kloster Lorsch neben anderen Gütern im Lahngau auch ihre in „Haigrahe“
gelegenen Besitztümer. In 781 wird diese Schenkung erneuert und
vermehrt.
Die Region um Lahn und Dill stand im Einfluss fränkischer Herrschaft und
war ein Kirchensprengel der Diözese Trier, im äußersten nordöstlichen
Teil gelegen.
Das Recht, Markt abzuhalten, wurde bereits 914 in einer Urkunde König
Konrads I. erwähnt. Er schenkte Taufkirche, Hof, Zehnten, Markt und den
dritten Teil des Königscheffels in Haiger dem Walpurgisstift in
Weilburg.
Aus Wormser Überlieferung ist bekannt, dass die Pfarrkirche in Haiger
neu gebaut oder ausgebaut wurde, denn im Jahre 1048 erfolgte die Weihe
des Gebäudes durch den Erzbischof von Trier und den Bischof von Worms.
Dieser Urkundentext beschreibt auch die Grenzen des Haigerer Sprengels.
Die erste Nennung des „Udo von
Haiger“ geschieht bei der Belehnung der Grafen von Laurenburg mit der
Burg Nassau durch den Erzbischof von Trier am 01.04.1159.
Die Herren von Haiger waren Edelfreie, die über lange Zeit unter
anderem in Diensten der Grafen von Nassau standen.
Hermann von Haiger und sein Sohn Jost, der letzte Ritter von Haiger,
ließen um 1500 den Chorraum der Kirche von Freskenmalern ausschmücken.
Einige Jahre, nach Einführung der Reformation 1537 durch Konrad Diepel,
wurden sie übertüncht und gerieten in Vergessenheit. So überstanden sie
den großen Brand von 1723.
In den ersten Jahren des 20.
Jahrhunderts wurden sie wiederentdeckt.
Heute gehören diese Fresken zu
den bedeutendsten Kunstschätzen des heimischen Raumes.
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Im September 1582 wurde Johann
Textor in Haiger geboren. Die Gesamtschule, eine Apotheke und eine
Straße tragen seinen Namen.
11 Jahre arbeitete er als Stadt- und Gerichtsschreiber in Haiger und
verfasste in dieser Zeit mehrere Schriften, von denen die „Nassauische
Chronik“ hervorgehoben werden muss. Sie ist ein frühes Werk
territorialer Geschichtsschreibung.
Große Brände in den 20er Jahren
des 17., 18. und 19. Jahrhunderts legten die Stadt zum Teil, einmal
sogar fast ganz in Schutt und Asche.
Truppendurchzüge mit Raub und Plünderung im 30jährigen Krieg und in der
napoleonischen Zeit setzten den Bewohnern des Haigerer Raumes stark zu.
Verheerende Luftangriffe am Ende des Zweiten Weltkrieges veränderten
noch einmal ganz erheblich das Stadtbild Haigers.
Seitdem hat sich Haiger
wirtschaftlich und touristisch entscheidend weiter entwickelt und
präsentiert sich heute selbstbewusst als Kleinstadt im nördlichen Teil
Mittelhessens, an der Grenze zu den Nachbarländern Nord-Rhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz.
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