Dillbrecht

 

 

 

 

 

 

 

 


  z.Zt. 742 Einwohner

 

Urkundl. Ersterwähnung: 20. September 1354

 

der Name Dillbrecht ist abgeleitet vom Flüss- chen Dill welches an der Gemarkungsgrenze zu Dillbrecht „bricht“ (brecht) und dann in einem Bogen um den „alten Berg“ südlich in Richtung Fellerdilln weiterfliesst.

 

 

 

Der Stadtteil Dillbrecht liegt in einem Seitental der oberen Dill, ca. 8 km nördlich der Kernstadt Haiger.

 

Dillbrecht liegt abseits vom Durchgangsverkehr, nur durch eine Sackgasse mit der Landstraße 3442 zwischen Fellerdilln und Offdilln verbunden. Ein idealer Wohnort für lärmempfindliche Menschen, sofern man von denjenigen absieht, die in letzter Zeit ihre Häuser abseits vom alten Dorfteil direkt an die vorbeiführende Landstraße gebaut haben. Wer heute in Dillbrecht einkehrt, bewundert die herrliche Lage inmitten von waldreichen Bergen und ertragreichen Feldern und Wiesen. Die Berge von Dillbrecht sind meistens mit Mischwald bewachsen, der aus Eichen, Fichten, Birken und Buchen besteht.

Die Gemarkung Dillbrecht umfasst eine Fläche von rund 800 ha. Sie teilt sich in Ackerland, Gartenland, Grünland , Wald, bebaute Flächen und öffentliche Straßen auf.

Vor der Flurbereinigung im Jahre 1971 waren 3435 Flurstücke vorhanden, die im Rahmen dieser Maßnahme etwa im Verhältnis 3:1 reduziert wurden.

Dillbrecht ist eines der wenigen Dörfer im oberen Dilltal, wo noch eine intensive Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzfläche in vorbildlicher Weise gepflegt wird.        

An diesem Nebenerwerb war früher die ganze Familie beteiligt. Die Verringerung der landwirtschaftlichen Betriebe in den vergangenen Jahren war jedoch auch hier nicht aufzuhalten.

 

Der Hauberg als Rohstofflieferant für Industrie und Gewerbe.

Die Entwicklung der Haubergswirtschaft reicht bis ins Mittelalter zurück, gewann aber in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt.

Mit dem Brennmaterial aus den Haubergen von Dillbrecht wurden die Köhlereien und die Eisenhütten versorgt. Neben der Holzkohle entwickelte sich die Lohegewinnung (Eichenrinde) zum Gerben von Leder, als zweitwichtigstes Produkt der Haubergswirtschaft und wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts zur Haupteinnahmequelle der Haubergsbauern.

Auch heute noch beziehen die Dillbrechter Haubergsbesitzer ihr Brennholz aus dem Haubergswald und beliefern ebenfalls die Gartenmöbelindustrie mit rustikalem Eichenholz.

 

Als am Anfang des 20. Jahrhunderts die Bahnlinie Dillenburg-Siegen eröffnet wurde, bekam Dillbrecht eine eigene Eisenbahnstation. Dadurch konnten viele Einwohner des Ortes in den Fabriken des benachbarten Siegerlandes eine lohnende Beschäftigung finden. Heute kann man sagen, dass Dillbrecht ein wohlhabendes Dorf ist mit allen Errungenschaften der Neuzeit.

Die Bürger Dillbrechts fühlen sich durch die Pflege religiösen Gemeinschaftslebens und dank einer regen Vereinstätigkeit miteinander verbunden.

 

Besonderheiten:

Die im Jahre 1743 in der Dorfmitte erbaute Kirche mit ihren selten schönen, noch aus der Bauzeit stammenden Malereien.

Der Brauch des Maimannes am 2. Pfingstfeiertag

„Der alte Dorfbrunnen“

Ehrenmal auf der Katzenheide