Oberroßbach

Foto Heinrich Brachthäuser

z.Zt. 630 Einwohner
Urkundl. Ersterwähnung 16. August 1355
Der Name Roßbach urspr. Raspe oder Rospe, stammt vermtl. noch aus keltischer Zeit und wird im Volksmund heute noch gebraucht.
Der Stadtteil Oberroßbach liegt im Roßbachtal ca. 8 km nordöstl. der Kernstadt Haiger.
Ober- und Niederroßbach bildeten ursprünglich eine Gemarkung, bis durch die Besiedlung am Rombach zwischen Ober- und Niederroßbach am Utzenbach eine gebietliche Trennung entstand.
Der Rombach bildete die Grenze zwischen dem Gericht Ebersbach und Haiger. Dadurch ergab sich, dass Oberroßbach zum Gericht Ebersbach gehörte. Dort war es bis ins 17. Jahrhundert neben Eibelshausen die größte und wirtschaftlich bedeutendste Gemeinde.
Auch zählte Oberroßbach bis zum Jahr 1818 zum Kirchspiel Bergebersbach.
Am 8. April 1818 kam es zunächst zur Gründung des Kirchspiels Weidelbach, aber bereits am 11. November des gleichen Jahres wurde Oberroßbach wegen der größeren Kirche und der günstigen Entfernung zu den Nachbarorten als Kirchspielort für die umliegenden Dörfer Niederroßbach, Fellerdilln , Dillbrecht, Offdilln und Weidelbach bestimmt.
Die erste Oberroßbacher Schule wurde bereits 1594 erbaut und stand dicht bei der alten Kapelle. Nach Abbruch der Kapelle im Jahre 1767 entstand ein Schulgebäude über dem Rombach (welcher mitten durch Oberroßbach fließt) und der damals die Grenze zwischen den Kirchspielen Haiger und Bergebersbach bildete, so hatten die Oberroßbacher Kinder die Möglichkeit die gleiche Schule zu besuchen.
1907 entstand dann ein neues massives Schulgebäude. Am 31 August 1963 war die Einweihung der Gemeinschaftsschule Oberroßbach/Niederroßbach, dem sich der Erweiterungs-bau zur Grundschule Roßbachtal mit Rodenbach und Weidelbach anschloss.
In Oberroßbach wird eine rege Vereinstätigkeit gepflegt, besonders sei hier der um 1900 gegründete Posaunenchor erwähnt und auch die Oberroßbacher Missionsfeste, welche in früheren Zeiten weit über die Grenzen des Kirchspiels hinaus bekannt und beliebt waren.
Besonderheiten:
Die im Jahre 1768 erbaute Kirche
Die alte Kirchen- und Schulglocke, welche nach Einschätzung von Dr. Bauer und Dr. Löber zwischen 1350 und 1380 gegossen wurde und somit die älteste Glocke im Haigerer Raum darstellt. Sie trägt das Schriftband Maria. Nach der Gebietsreform kam diese Glocke ins Heimatmuseum in Haiger und befindet sich momentan in der alten Kapelle in Langenaubach, was von manchen Roßbachtalern bedauert wird.
Maimann und Pfingstbraut werden alljährlich von der Schuljugend dargestellt.
Seit 1981 feiert der Fußballsportverein sein „Bachfest“ wo als besondere Spezialität das im dorfeigenen Backhaus hergestellte „Backesbrot“ angeboten wird.

Der Maimann
