Rodenbach

z. Zt. 929 Einwohner
Urkundliche Ersterwähnung 2.05.1313
Ursprünglich hieß es wohl Radenbach, kommt wohl weniger von roden, sondern eher vom mittelhochdeutschen rade = gerade, am geraden Bach.
In dem Wappen ist ein Wellenbalken eingezeichnet als Merkmal für die Dill und für die letzte Silbe des Ortsnamens. Der Wellenbalken ist mit drei Rodehaken versehen.
Der Haigerer Ortsteil liegt etwa 3 km von Haiger entfernt in nördlicher Richtung.
Rodenbach war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Der Bergbau war, neben der Landwirtschaft, eine zusätzliche Erwerbsquelle. Im August 1937 stellte man den Betrieb des größten Rodenbacher Grubenfeldes, der Bleierzgrube Peterszeche III endgültig ein. Der tiefere der beiden Stollen diente über Jahre hinweg der Wasserversorgung der Gemeinde Rodenbach.
Durch die aufblühende Industrie in Haiger fanden die Männer mit nur geringem landwirtschaftlichen Besitz in immer stärkerem Maße Arbeit und damit Lebensunterhalt. Auch durch die 1915 eingeweihte Bahnlinie Haiger – Siegen wurde eine bessere Verbindung zu den industriellen Standorten erreicht. Bis Mitte der 50er Jahre gab es noch keine Industriebetriebe im Dorf. Heute verdienen im neuen Industriegebiet „Auf der Stücke“ viele Rodenbacher ihren Lebensunterhalt.
Rodenbach liegt am Zusammenfluss von Dill und Rossbach. Als „Onnerndorf“ bezeichnet man den Ortskern um die Kirche, als „Oberndorf“ die in den 50er Jahren erbauten Häuser in Richtung Bahnlinie, und als „Hiesterndorf“ das Anfang der 60er Jahre entstandene Neubaugebiet jenseits der beiden Bäche. Die Zahl der Einwohner hat sich mit 929 Einwohner innerhalb der letzten 100 Jahre fast verdreifacht.
Erst im Jahre 1922 erhielt Rodenbach elektrisches Licht, und als letzte Gemeinde im Dillkreis, begann man 1941 mit dem Bau der Wasserleitung.
Heute führt der Rothaarsteig auf altem geschichtsträchtigem Weg – von der Kalteiche kommend – durch Rodenbach und von dort weiter in Richtung Manderbach – Dillenburg.
Besonderheiten:
Rodenbacher Walzenmühle. Sie wurde 1728 erbaut und 1787 im Besitz der Familie Claas und heute noch in Betrieb.
Schön gelegene großzügig angelegte Reitanlage mit jährlich stattfindendem Reitturnier.
Osterfeuer auf der Hardt, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr.
Grill- und Schutzhütte auf der Platte. Backesfest und Wandertag an Fronleichnam.(HVR)
Weihnachtspyramide, 4 m hoch.
Adventsdorf Rodenbach: 24 Haushalte schmücken ein Fenster zu einem bestimmten Tag. Man trifft sich am frühen Abend an der Pyramide, um das Fenster zu suchen. Die Hausherren bewirten die Besucher. Organisation HVR.
Stadtteil mit dem höchsten Ausländeranteil ( 15,5 %). Keine Probleme im Zusammenleben, es ist eher ein friedliches Nebeneinander, es gibt praktisch keine Integration.
