Steinbach

z. Zt. 964 Einwohner
Urkundliche Ersterwähnung 1354
Der Name leitet sich vermutlich her von Steynebach, = Siedlung am gleichnamigen, steinigen Bach.
Steinbach gehört mit seinen 481 ha Gemarkungsgröße zu den kleineren Stadtteilen Haigers. Mit 350m über dem Meeresspiegel liegt es 70m höher als Haiger – Kernstadt. Eingebettet zwischen Westerwald und Rothaargebirge liegt es 4 km von der westfälischen Grenze entfernt, von waldreichen Bergen umgeben, fast möchte man sagen in einer idyllischen Abgeschiedenheit.
Überliefert ist der Bergbau im Gebiet von Steinbach seit dem 16. Jahrhundert. Die Namen „Gnade Gottes“ oder „Charlotte“ erinnern an diese Zeit. Aus letzterer wurde Kupfererz gefördert, aber die Gruben waren nie besonders ertragreich und wurden immer wieder aufgegeben. In Erinnerung der älteren Steinbacher ist noch die Grube „Freudenzeche“, die 1954 endgültig stillgelegt und aus der Blei-, Zink- und Silbererz gefördert wurde, natürlich in kleinen Vorkommen.
Von der beginnenden Industrialisierung im Haigerer Raum und im Siegerland profitierte die arme Landbevölkerung. Zunehmend fanden die Männer in den Industriebetrieben Arbeit und damit ein zusätzliches Einkommen zu ihrer, doch sehr kargen Ertrag abwerfenden Landwirtschaft. Wie auch in den anderen Dörfern erledigten die Frauen und Kinder in der Abwesenheit der Männer die landwirtschaftliche Arbeit.
Da in Steinbach kein Industriebetrieb ansässig ist, gilt dieser Stadtteil als idealer Wohnort, abseits von Lärm und Verkehr, ohne Durchgangsstraße.
(Eine humorige Bemerkung einer eingeheirateten „Neu – Steinbacherin“: In Steinbach hat jeder Einwohner 3 Dinge: Eine Motorsäge, einen Traktor und zwei Häuser).
Besonderheiten:
Einzige Skilift Anlage in Haiger