Weidelbach

 

 

Foto Helmut Krenzer

 

 

 

 


                                                        z. Zt. 764 Einwohner

 

                                                                       Urkundliche Ersterwähnung 18. Januar 1281

 

                                                                       Der Name wurde vermtl. von den Weiden am

                                                                       Bach abgeleitet.

 

Der Haigerer Stadtteil Weidelbach liegt im oberen Roßbachtal ca. 11 km nordöstl. der Kernstadt Haiger.

 

Wie die wissenschaftlichen Untersuchungen des sog. „Weidelbachschnittes“ aus dem Moor in Weidelbachs Dorfmitte (welche einen Einblick in die Vergangenheit ab dem Ende der letzten Eiszeit erlauben) ergeben, ist dieser Ort schon seit der Jungsteinzeit,, d.h. seit dem 3. Jahrtausend v.Ch. vermtl. durchgehend besiedelt.

 

 

Weidelbach ist ein typisches Haubergsdorf, welches durch diese vielfältige und den jeweiligen Verhältnissen sich anpassende, uralt  überkommene Wirtschaftsform, zu allen Zeiten in der Lage war seinen Bewohnern eine bescheidene Lebensgrundlage zu sichern.

 

Seit Anfang des 20. Jahrh. hat sich hier als neuer Erwerbszweig der Haubergswirtschaft die Gartenmöbelindustrie etabliert. Ferner sind in Weidelbach Metallwarenfabriken, Bauunternehmen, verschiedene Handwerksbetriebe und Ladengeschäfte angesiedelt.

 

Weidelbachs Einwohner sind durch die Pflege religiösen Gemeinschaftslebens und einer regen Vereinstätigkeit miteinander verbunden.

 

Besonderheiten:

 

Reizvolle Ortslage inmitten einer sich landschaftlich ständig wechselnden Haubergskulisse.

Das Moor von Weidelbach, eine äußerste Seltenheit.

Zeugnisse von ehem. Bergbau, Eisenschmelze und Meilertätigkeit.

Schöne aus dem 17. Jahrh. stammende Fachwerkhäuser.

Gepflegte Brunnenanlage vor dem Dorfgemeinschaftshaus.

Orientierungstafel mit den örtl. Flurbezeichnungen in Mundart und Hochdeutsch.

Überdachtes Ehrenmal.

Herrliche Wanderwege, Herzogsweg.

Schwalbenhaus, Biotope.

Brand- und Badeweiher..

„Erdchesplatz“ mit Holzbrücke und Teichanlage, dort findet jährl. im August das sog. „Erdchesfest“ statt.

Der Brauch des Maimanns und der Pfingstbraut zu Pfingsten.

 

Foto: Werner Becker