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"Wir Haigerer schaffen das"

„Wir Haigerer schaffen das – garantiert!“

 

Die Stadt bewirbt sich für einen Hessentag „ab 2020“ – Unterlagen an Staatsminister Wintermeyer übergeben

 

HAIGER Unternehmer Dr. Friedhelm Loh gab die Richtung vor. „Wir Haigerer schaffen das – garantiert!“, rief er den Besuchern des Info-Tages unter dem Motto „Haiger auf dem Weg zum Hessentag der Zukunft“ zu.  Bürgermeister Mario Schramm und Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel übergaben am Samstag die Bewerbungsunterlagen für einen Hessentag „ab 2020“ an den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU).

 

Die Übergabe war der Höhepunkt eines großen Festes. Im Rahmen der von mehreren hundert Menschen besuchten Veranstaltung zeigte die Stadtverwaltung die Flächen, auf denen ein Haigerer Hessentag stattfinden könnte.  Nach einem Spaziergang über die potenziellen Flächen am Haigerbach war so mancher Besucher überrascht: „Ich hätte nie gedacht, dass da so viel Platz ist.“ 

 

Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und aller Außenstellen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Für die Besucher gab es Speisen (unter anderem Wildschweinwurst) und Getränke.  Für die Kinder wurden ein Menschenkicker sowie andere Belustigungen geboten. Die Haigerer Jugendfeuerwehr ließ sich bei einer Schauübung über die Schulter schauen. Die Band „Hörgerät“ sorgte mit deutschen Hits im Unplugged-Stil für beste Stimmung, selbst, als es zwischendurch stark regnete.

 

Als der Besuch aus Wiesbaden kam,  kam auch die Sonne wieder durch. Die Bewerbung wurde Staatsminister Wintermeyer von den beiden jungen Motocrossfahrern Matthäus Baak (11) und Hannes Steubing (9) vom MSC Sechshelden und einem modernen CLOOS-Roboter „übergeben“. Er habe bisher noch nie eine Hessentags-Bewerbung vor Ort abegholt, sagte der Minister schmunzelnd. „Ein Hessentag bietet einer Stadt die Chance, sich von der besten Seite zu zeigen, und er führt die Menschen zusammen“, erklärte der Chef der Hessischen Staatskanzlei. Er erinnerte an die Geschichte des 1961 ins Leben gerufenen Landesfestes, das zur besseren Integration von etwa einer Million Vertriebener gegründet worden sei.

 

Daraus entwickelt habe sich das größte Landesfest Deutschlands mit bis zu 1,4 Millionen Besuchern in zehn Tagen. Wenn Haiger den Hessentag bekomme, dann seien im Dreiländereck sicher auch die Bürger aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz willkommen, sagte Wintermeyer. „Ein solches Ereignis wirkt weit über die Veranstaltung hinaus.“ Das gelte für den Zusammenhalt der Menschen in einer Stadt, aber auch für die Infrastruktur des Ausrichters. Die 6,5 Millionen Euro Landesgeld für Infrastrukturmaßnahmen bedeuteten „eine Chance für die Stadtentwicklung“, stellte der Staatsminister fest.  Er gehe davon aus, dass eine Entscheidung über die Haigerer Bewerbung spätestens Anfang 2018 fallen werde.

 

Bürgermeister Mario Schramm dankte dem Minister für seinen Besuch („Das ist für uns eine große Ehre“) und versprach: „Wir wollen gute Gastgeber sein!“  Ein Haigerer „Hessentag der Zukunft“ solle „anders, moderner und innovativer“ werden. Schramm lud alle Bürger, Vereine, Kirchen und alle anderen gesellschaftlichen Gruppen ein, an den Planungen mitzuarbeiten. „So etwas geht nur gemeinsam“, sagte der Rathaus-Chef und dankte seinem Projektteam und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und die Fertigstellung der Bewerbung. Es sei sehr erfreulich, dass sich bereits viele Bürger in die Listen der freiwilligen Mitarbeiter eingetragen hätten.

 

Der Hessentags-Schwerpunkt in Haiger solle nicht nur auf Kultur und Historie, sondern vor allem auch auf der Industrie und dem Gewerbe liegen. Schramm: „Das ist unser Pfund, und das wollen wir einsetzen. Haiger will, und Haiger kann!“

 

Dr. Friedhelm Loh, Inhaber der gleichnamigen Firmengruppe, zitierte als Gastgeber der Veranstaltung und Sprecher des „Kreises Haigerer Unternehmer“ Kanzlerin Angela Merkel. „Wir Haigerer schaffen das – garantiert!“, rief er den Besuchern zu. Ein Hessentag in Haiger sei ein Hessentag mit und für die Haigerer Bürger und ein besonderes Erlebnis., „Haiger ist eine Stadt mit Zukunft, und der Hessentag soll die Stadt noch einen Schritt nach vorne bringen“, sagte der Unternehmer. Er bat die Landesregierung um Zustimmung zu dem Projekt, „denn es ist wichtig für die Region und die Menschen, die hier leben“.

 

Der Besuch des Staatsministers in Haiger sei für ihn, erklärte Loh, „eine persönliche Vorentscheidung“.

 

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) stellte fest, die Region an der Dill stehe „Gewehr bei Fuß, wenn es um den Hessentag geht“.  Nach Wetzlar (2012) und Herborn (2016) sei der Weg nach Haiger der logische Schritt. Staatsminister Wintermeyer bat er, Ministerpräsident Volker Bouffier  (CDU) eine Botschaft zu übermitteln: „Lieber Herr Bouffier, schlafen Sie einmal über die Sache, und dann sagen Sie Ja!“      

 

Einen besonderen Applaus (und ein Ständchen) gab es für Herborns Hessentags-Bürgermeister Hans Benner, der an seinem Geburtstag nach Haiger gekommen war, um für die Nachbarstadt die Werbetrommel zu rühren.  „Wir zehren heute noch vom Hessentag“, sagte er im Interview mit dem Hessentagsbeauftragten Thorsten Herrmann. Wenn Haiger es schaffe, Kernstadt und Stadtteile mitzunehmen, dann werde  der Hessentag „einiges bei euch verändern“. Der Hessentag führe dazu, dass eine Stadt zu einer großen Familie wird.  (öah)

 

 

 

ÄLTERE TEXTE: 

 

Am Samstag übergibt die Stadt Haiger die Bewerbungsunterlagen für den Hessentag

 

„Auf diesen Tag haben wir lange hingearbeitet – wir freuen uns sehr darauf“, sagt Haigers Bürgermeister Mario Schramm vor dem kommenden Samstag (16. September). Dann will der Rathaus-Chef die Bewerbungsunterlagen für einen Hessentag „ab 2020“ an den Leiter der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), übergeben.

 

Die feierliche Übergabe ist einer der Höhepunkte einer bunten Informationsveranstaltung, mit der über den aktuellen Stand der Hessentags-Bewerbung informiert werden soll. Sie steht unter der Überschrift „Haiger auf dem Weg zum Hessentag der Zukunft“ und findet auf dem Parkplatz der Firma RITTAL in Haiger (Rodenbacher Straße, ehemaliges Gelände VW Thielmann) statt.

 

Ziel der Stadt ist es, „unsere Bürger für das Hessentags-Projekt zu begeistern“, wie der Bürgermeister erläutert. Am 21. Juni hat das Stadtparlament mit überwältigender Mehrheit die Verwaltung damit beauftragt, die offizielle Bewerbung zu erstellen. Eine Projektgruppe arbeitet seitdem an dem Papier, das am Samstag übergeben werden soll. „Wir sind sehr stolz, dass Staatsminister Wintermeyer an diesem Termin teilnimmt. Das zeigt, dass Wiesbaden unsere Bewerbung ernst nimmt“, sagt Bürgermeister Schramm.

 

Er ist überzeugt, dass die Stadt das riesige Landesfest bewältigen kann, wenn „viele Menschen aus den Stadtteilen und der Kernstadt mitziehen und uns unterstützen“. Erfreulicherweise sei auch die heimische Wirtschaft „mit im Boot“, berichtete der Rathaus-Chef.

 

Am Samstag sollen die Bürger erfahren, wie sich die Stadt das zehntägige Fest vorstellen könnte. Im Zentrum steht zunächst das Flächenkonzept. In weiteren Veranstaltungen in den Folgejahren sollen zum Beispiel die Hessentags-Arena oder die Hessentagsstraße im Fokus stehen. Am Samstag wird auf dem Rittal-Gelände eine Video-Präsentation gezeigt, die über das angedachte Veranstaltungs- und Festivalgelände informiert. Außerdem findet ein Rundgang über die nutzbaren Flächen am Rand des Haigerbachs statt. Hier können wichtige Hessentags-Elemente wie das Festzelt oder „Natur auf der Spur“ platziert werden.

 

Auf dem Veranstaltungsgelände an der Rodenbacher Straße steht ein Info-Zelt, in dem Freiwillige die Gelegenheit haben, sich bereits als „Helfer“ anzumelden. Die Projektgruppen nehmen ihre Arbeit allerdings erst auf, wenn Haiger von der Landesregierung den Zuschlag für den Hessentag erhalten hat.

 

Für Speisen (unter anderem gibt es Wildschweinwurst) und Getränke ist gesorgt. Für die Verköstigung der Besucher sorgen Beschäftigte der Stadt und der Stadtwerke. Ab 16.30 Uhr spielt die bekannte Band „Hörgerät“ Deutschrock-Songs  im „Unplugged“-Stil. Für Kinderunterhaltung ist gesorgt – unter anderem gibt es eine Hüpfburg, ein „Menschenkicker“ und eine Malstation. Die Jugendfeuerwehr Haiger lockert durch eine kleine Übung im Bereich der gesperrten Rodenbacher Straße das Programm auf. (öah)