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Bauleitplanung

Bekanntmachungen - Bauleitplanung der Stadt Haiger 

 

 

 

Bauleitplanung der Stadt Haiger

5. Änderung des Bebauungsplanes „Erlach“, Gemarkung Haiger, im Verfahren gem. § 13a BauGB

1. Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gem. § 2 Abs. 1 BauGB         

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Haiger hat in ihrer Sitzung am 22.03.2017 den Aufstellungsbeschluss für die 5. Änderung des Bebauungsplanes „Erlach“, Gemarkung Haiger gefasst. Der Geltungsbereich hat eine Größe von ca. 1,95 ha und umfasst die Flurstücke 115/1, 123, 133, 134, 149/3, 216 bis 219, 220/1, 220/2, 221 bis 223, 117/1 tlw., 118/1 tlw., 119/1 tlw., 121/1 tlw., 125/1 tlw., 129/1 tlw., 131/1 tlw., 135/1 tlw., 136/1 tlw., 137/1 tlw. und 196/3 tlw. in der Flur 6, Gemarkung Haiger.

2. Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB

Der Magistrat der Stadt Haiger hat in seiner Sitzung am 03.04.2017 die Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB für die 5. Änderung des Bebauungsplanes „Erlach“, Gemarkung Haiger im Verfahren gem. § 13a BauGB  angeordnet.

Im Rahmen der Bebauungsplanänderung soll das Maß der baulichen Nutzung (Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Zahl der Vollgeschosse sowie zulässige Gebäudehöhe) für das ausgewiesene Misch- und Gewerbegebiet angepasst werden.

Die Planunterlagen und Begründung werden in der Zeit vom 18. April 2017 bis

18. Mai 2017 während der Dienststunden

Montag bis Mittwoch von   8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Donnerstag von                8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Freitag von                      8.00 Uhr bis 12.00 Uhr

im Rathaus in 35708 Haiger, Marktplatz 7, IV. OG,  Zimmer 4.03 (FD III.1) offengelegt. Während der Offenlegungszeit können Stellungnahmen schriftlich beim Magistrat der Stadt Haiger, Marktplatz 7, 35708 Haiger oder mündlich zur Niederschrift in Zimmer 4.07 (FD III.1) vorgebracht werden.

Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB aufgestellt. Gem. § 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Satz 1 BauGB wird darauf hingewiesen, dass von der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB von dem Umweltbericht nach § 2a BauGB und von der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, abgesehen wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 Verwaltungsgerichtsordnung unzulässig ist, wenn mit ihm nur Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

Haiger, den 6. April 2017 / Magistrat der Stadt Haiger - Schramm,  Bürgermeister

 
 
 
 
 
 
 

Bauleitplanung der Stadt Haiger

Bebauungsplan „Kalteiche, 3. Bauabschnitt“, Gemarkungen Haigerseelbach und Langenaubach

hier:Öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB

Der Magistrat hat v. g. Entwurf des Bebauungsplanes einschl. Begründung zur öffentlichen Auslegung beschlossen. Gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wird der Entwurf einschließlich Begründung und Umweltbericht sowie den wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen in der Zeit

vom 10.04.2017 bis einschließlich 12.05.2017

im Rathaus in 35708 Haiger, Marktplatz 7, IV. OG, Zimmer 4.03 (FD III.1) während folgender Zeiten, öffentlich ausgelegt.

Montag bis Mittwoch     8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Donnerstag                  8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Freitag von                  8.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Die Einsicht in die Unterlagen kann auch außerhalb dieser Besuchszeiten nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Stellungnahmen, die nicht fristgerecht abgegeben werden, können bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben. Ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung ist gemäß § 3 Abs. 2 BauGB unzulässig, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen dieser Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können. Der Bebauungsplan wird für die in nachfolgender Abbildung dargestellten Geltungsbereiche aufgestellt:

Baugebiet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Industrie- und Gewerbegebiet sowie Wald- und Ausgleichsflächen, Gemarkung Haigerseelbach

Der Geltungsbereich des Industrie- und Gewerbegebietes grenzt westlich an den Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes „Kalteiche, 2. Bauabschnitt“ an. Er liegt daher in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Haiger/Burbach an der Bundesautobahn (BAB) A 45 und wird wie folgt in der Gemarkung Haigerseelbach abgegrenzt:

Im Nordwesten:  vorhandenes Industriegebiet

Im Norden:          Wald (Flur 14)

Im Osten:            Wald (teilweise in Flur 12 und 13) sowie landwirtschaftliche Flächen

Im Südwesten:   Bundesstraße B 54, dahinter Einmündung der Autobahnzufahrt BAB A 45 auf die B 54, sowie landwirtschaftliche Flächen, Wirtschaftswege und Sportplatz

In den Bebauungsplan „Kalteiche, 3. Bauabschnitt“ wurden auch Flächen des rechtskräftigen Bebauungsplanes „Kalteiche, 2. Bauabschnitt“ aufgenommen, da zeichnerische Festsetzungen dieses Bebauungsplanes (2. Bauabschnitt) durch die Erweiterung nicht mehr sinnvoll sind bzw. zur Optimierung der Verkehrsflächen erforderlich waren.

Im Wesentlichen handelt es sich um einen 10 m breiten Streifen, der im rechtskräftigen Bebauungsplan (2. Bauabschnitt) als Waldflächen festgesetzt ist. Ein weiterer Streifen, der im rechtskräftigen Bebauungsplan (2. Bauabschnitt) als industrielle Baufläche festgesetzt ist, wurde aufgenommen. Auch wurden 2 bereits vorhandene Erschließungsstraßen, die innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes, 2. Abschnitt, liegen, aufgenommen.

 

Ausgleichsflächen, Gemarkung Langenaubach

 

 

Alle Ausgleichsflächen liegen im nördlichen Lahn-Dill-Kreis in der Gemarkung Langenaubach, Haiger, östlich der K 41: Ausgleichsfläche "Wald, Index 1“: Im Westen grenzt direkt die K 41 an. Im Wesentlichen sind die Gewanne „Unten in dem Haintal, „Oben in dem Haintal“ und „An der Haintalseite“ betroffen.

  • Ausgleichsfläche "Wald, Index 2“: Die Fläche liegt östlich der Ausgleichsfläche „Wald, Index 1“ bzw. liegt sie teilweise direkt angrenzend an die K 41. Im Wesentlichen ist das Gewann „Oben in dem Haintal“ betroffen. Ausgleichsfläche "Wald, Index 3“: Die Fläche liegt östlich der Ausgleichsfläche „Wald, Index 2“. Im Wesentlichen sind die Gewanne „Unterm Alkershain“, „Hirzenberg“, „Über dem Junkernseifen“ und „Der kleine Junkernseifen“ betroffen. Ausgleichsfläche "Wald, Index 4“: Die Fläche liegt östlich der Ausgleichsfläche „Wald, Index 3“. Im Wesentlichen ist das Gewann „Im großen Junkernseifen“ betroffen.
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Umweltrelevante Informationen:

Als Grundlage für die Ermittlung des Eingriffes und für die Berücksichtigung des Artenschutzes wurden ökologische Erhebungen (Flora und Fauna) vorgenommen und bewertet sowie eine spezielle Artenschutzprüfung und ein Schallimmissionsgutachten erstellt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung wurde nicht erstellt, da eine Umweltverträglichkeitsprüfung bei Aufstellung des Bebauungsplanes für den 1. Abschnitt erstellt wurde, die Erweiterungsflächen im Vergleich relativ klein sind und zwischen 1. und 3. Abschnitt eine relativ große Zeitspanne liegt.

Die Biotoptypen wurden einschließlich der Lebensraumtypen des Anhanges I der FFH-RL ermittelt. Die Vorbelastungen und Konflikte kartographisch dargestellt.

Insgesamt wurden 6 Begehungen zur Feststellung der Betroffenheit von Fledermäusen durchgeführt. Die Betroffenheit wurde auch für die Wildkatze, die Haselmaus, Vögel und Reptilien ermittelt. Im Geltungsbereich des Industrie- und Gewerbegebietes sind u.a. Buchenmischwälder, Eichenmischwälder, Nadelwälder, landwirtschaftliche Flächen und Wiesenbrachen vorhanden. Für die vorhandenen Waldflächen, die gerodet werden müssen, muss ein Rodungsantrag gestellt werden.

Für folgende Arten wurde eine ausführliche einzelfallbezogene Artenschutzprüfung durchgeführt: Zwergfledermaus, Grünfink, Waldbaumläufer, Ringeltaube, Buntspecht, Gold-ammer, Rotkehlchen, Trauerschnäpper, Buchfink, Bachstelze, Blaumeise, Kohlmeise, Haussperling, Hausrotschwanz, Zilpzalp, Fitis, Heckenbraunelle, Gimpel, Wintergoldhähnchen, Kleiber, Star, Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Zaunkönig, Amsel, Singdrossel, Wacholderdrossel und Misteldrossel

Gemäß der Artenschutzprüfung sind insgesamt 6 Maßnahmen zur Vermeidung von Tötungen erforderlich. Auch müssen 8 CEF Maßnahmen für den Ersatz der wegfallenden Quartiere vorgenommen werden. Hauptsächlich müssen Nistkästen im angrenzenden Wald, im Plangebiet bzw. im vorhandenen Industriegebiet aufgehängt werden.

 Für weitere Arten konnte bereits nach der Vorprüfung sicher belegt werden, dass kein Verbotstatbestand gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG eintreten wird

Abschließend wird in der Artenschutzprüfung festgehalten, dass für keine Art eine Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG beantragt werden muss 

Die Ausgleichsflächen liegen hauptsächlich im FFH-Gebiet „Waldgebiet östlich von Langenaubach". Sie liegen im Wasserschutzgebiet.

Für diese Flächen wurde ein Maßnahmenplan (Obere Naturschutzbehörde, Re-gierungspräsidium Gießen) erarbeitet. Die Maßnahmen beinhalten Entfernung der Verbuschung, Auf-den-Stock-setzen von Gehölzen, Aufgabe der regelmäßigen Waldbewirtschaftung und Entfernung standortfremder Gehölze.

Am Rand des geplanten Industriegebietes, Gemarkung Haigerseelbach, ist auch der Aufbau eines Waldrandaufbaus vorgesehen. Eine kleinere Teilfläche wird der Sukzession überlassen.

Zum Schutz der Bevölkerung innerhalb und außerhalb des Industrie- und Gewerbegebietes wurden die gemäß Schallgutachten erforderlichen Festsetzungen aufgenommen. Hierbei handelt es sich um die Vorgabe der maximal zulässigen Emissionskontingente und um die erforderlichen resultierenden Schalldämm-Maße der Außenbauteile.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Planungsbüro mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt wurde.

Der Magistrat der Stadt Haiger     Haiger, 30.03.2017      Schramm, Bürgermeister