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Bauordnung

Baugenehmigungen

Für Baugenehmigungen ist grundsätzlich der Fachdienst Bauen und Wohnen beim Lahn-Dill-Kreis Ansprechpartner (Tel. 06441/407-0).

 

Baugenehmigungsfreie Vorhaben

Baugenehmigungsfreie Vorhaben gem. §55 HBO (Hessische Bauordnung) sind mit einem Mitteilungsblatt (https://wirtschaft.hessen.de/sites/default/files/HMWVL/bab_33.pd) und den weiteren erforderlichen Angaben beim Magistrat der Stadt Haiger, Marktplatz 7, 35708 Haiger anzuzeigen.

Hinweis: Der Katalog der baugenehmigungsfreien Vorhaben wurde mit Änderung der Hessischen Bauordnung (HBO) zum 01.10.2002 deutlich erweitert.

 

Welche baulichen Anlagen keiner Baugenehmigung bedürfen, ist in der Anlage 2 zu § 55 der HBO festgelegt.

Genehmigungsfrei dürfen beispielsweise errichtet werden (Aufstellung ist nicht abschließend):

 

  • Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten, wenn die Gebäude nicht mehr als 30 m³ Brutto-Rauminhalt haben und weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen (Gartenhütte, Geräteraum, Lagerraum o.ä.),

 

  • Garagen, Carports, Stellplätze bis 50 m² Brutto-Grundfläche einschl. Abstellraum und Zufahrten mit nicht mehr als 200 m² Grundfläche,

 

  • Wintergärten bis 30 m² Brutto-Grundfläche mit einem Mindestabstand von 3 m zur Nachbargrenze,

 

  • Vorbauten, wie Hauseingangstreppen, deren Überdachungen, Windfänge sowie Erker und Balkone bis 30 m² Brutto-Grundfläche je Geschoss,

 

  • Dachaufbauten einschl. Dachgauben auf bestehenden Gebäuden,

 

  • Fenster und Türen und die  dafür bestimmten Öffnungen in Außenwänden und in Dachflächen bestehender Gebäude,

 

  • Außenwandverkleidungen, Verblendungen, Dämmputz, Wärmedämmverbundsysteme, Verkleidungen und Verblendungen von Balkonbrüstungen, ausgenommen bei Hochhäusern, sowie Anstrich und Verputz baulicher Anlagen,

 

  • Sanierung von Dächern von bestehenden Gebäuden einschließlich der Dachkonstruktion und der Dämmung,

 

  • Auswechslung von Feuerstätten einschl. Verbindungsstücke,

 

  • Feuerstätten bis insgesamt nicht mehr als 350 kW Nennwärmeleistung und zugehörige Verbindungsstücke einschl. der Abgasanlagen und Schächte,

 

  • Querschnittsveränderungen von Schornsteinen,

 

  • Solarenergieanlagen, Sonnenkollektoren und Fotovoltaikanlagen in der Dachfläche, in der Fassade oder auf Flachdächern bis zu einer Fläche von 10 m²,

 

  • Einfriedungen und Terrassentrennwände bis 2 m Höhe,

 

  • die Auswechslung von haustechnischen Anlagen, wie Wasserversorgungs-, Abwasserbeseitigungs-, Lüftungsanlagen und Elektroinstallationen, ausgenommen Feuerstätten,

 

  • die Erneuerung und Auswechslung von Dächern und Dachteilen ohne Eingriff in die Konstruktion bei bestehenden Gebäuden.

 

 

Alle diese Vorhaben sind der Gemeinde entsprechend anzuzeigen, wobei der Gemeinde das beabsichtigte Vorhaben durch Einreichen der erforderlichen Bauvorlagen schriftlich zur Kenntnis zu geben ist.

Mit dem Vorhaben darf erst 14 Tage nach Eingang der erforderlichen Bauvorlagen bei der Gemeinde begonnen werden.

WICHTIG:

Die Baugenehmigungsfreiheit entbindet nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung der Anforderungen, die durch öffentlich-rechtliche Vorschriften an die baulichen Anlagen gestellt werden (§ 54 Abs. 2 HBO), oder sonstige Genehmigungen wie naturschutzrechtliche oder Ausnahmegenehmigungen.

Wer genehmigungsfrei baut, ist selbst dafür verantwortlich, dass alle für das Bauvorhaben geltenden Vorschriften z.B. die gesetzlichen Abstandsflächen, die anerkannten Regeln der Technik, Festsetzungen in einem Bebauungsplan oder einer örtlichen Bauvorschrift sowie die ggf. vorliegenden Freistellungsvorbehalte eingehalten werden. Obwohl für dieses Bauvorhaben keine Baugenehmigung erforderlich ist, können ggf. andere Genehmigungen erforderlich sein.

Wer beispielsweise ein Baudenkmal baugenehmigungsfrei ändert, braucht trotzdem eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis.

Auch kann z.B. ein Vorhaben naturschutzrechtlich genehmigungspflichtig sein (z.B. bei offener Einfriedung im Außenbereich).

 

Bitte beachten Sie, dass im Einzelfall in Bebauungsplänen oder generell im Außenbereich andere rechtliche Vorgaben gelten können. 

Nach Abschluss Ihres Bauvorhabens ist die Fertigstellung mit dem folgenden Formular an den Magistrat der Stadt Haiger zu melden.

 

=> Formular

 

Auskünfte erteilen: Frau Sabine Becker-Brück (Tel. 02773/811-202) und Frau Susann Brustolon (Tel. 02773/811-204).

 

Auskünfte zu Grundstücken

Informationen über die Lage von Grundstücken, Lageplan (nicht amtlich),

Klärung der Lage in der Örtlichkeit anhand von Luftbildern und Informationen zur Bebaubarkeit von Grundstücken.

Auskünfte erteilen Frau Sabine Becker-Brück (Tel. 811-202) und Frau Susann Brustolon (Tel. 811-204) im Rathaus, 4. OG, Zimmer 4.03, FB V. 

 

Naturschutzrechtliche Genehmigungen

Für Vorhaben im Außenbereich sind häufig naturschutzrechtliche Eingriffsgenehmigungen erforderlich, die Antragsunterlagen hierzu sind beim Lahn-Dill-Kreis, Fachdienst Natur und Wasser einzureichen.

Kontakt: Lahn-Dill-Kreis (Tel.: 06441/407-0).

 

Brennholzlagerung im Außenbereich

Bedingt durch die in den Haigerer Gemarkungen weitverbreitete Haubergswirtschaft und der zunehmenden Beliebtheit der Brennholznutzung in privaten Haushalten sind auch in Haiger zahlreiche Brennholzlager im Außenbereich auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken vorhanden.

Diese sind jedoch grundsätzlich unter Angabe der max. gelagerten Holzmenge (in m³) bei der Gemeinde anzuzeigen.

Ab einer Holzmenge von 10 m³ kann eine naturschutzrechtliche Genehmigung erforderlich werden. Maximal zulässig ist eine Holzmenge von 40 m³ pro Grundstück. Dies gilt für die private Holzlagerung.

Weitere Informationen enthält der Leitfaden des HMUELV: Genehmigungsfreie Holzlagerung für den Eigenbedarf im Außenbereich.

https://umweltministerium.hessen.de/sites/default/files/HMUELV/leitfaden_holzlagerung.pdf