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Stadtmarketing

Stadtmarketing ist ein Instrument, um dem drohenden Verlust der Konkurrenzfähigkeit im Städtewettbewerb einerseits, sowie dem Planungsnotstand im Inneren andererseits zu begegnen. Beim Stadtmarketing betrachtet man die Stadt wie ein Produkt. Das Produkt „Stadt“ soll ein attraktives und vielfältiges Angebot schaffen. Diese Aufgabe liegt nicht nur bei den Verantwortlichen in kommunalen Räten und Verwaltungen, sondern genauso bei der Gastronomie, der Hotellerie, dem örtlichen Einzelhandel und anderen Wirtschaftszweigen, die zusammen für das Aussehen und Auftreten der Stadt sorgen und damit die Wiedererkennung der Stadt als eine Art „Corporate Design“ - quasi ein Markenzeichen - ermöglichen. Zahlreiche Stadtmarketingorganisationen sind im Berufsverband Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. organisiert, der Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterbildung bietet und die Interessen der Stadtmarketingakteure auf Bundes- und Länderebene vertritt.

 

Allgemeine Ziele des Stadtmarketing sind:

  1. Steigerung der Attraktivität der Stadt als Wirtschaftsstandort, Wohn-, Einkaufsort und touristische Destination
  2. Aufbau, Korrektur und Pflege eines Stadtimages
  3. Steigerung der finanziellen Handlungsspielräume der Akteure
  4. Ausrichtung der städtischen Leistungen auf die Bürger
  5. Schaffung und Erhöhung eines überregionalen Bekanntheitsgrades
  6. Steigerung der Identifikation der Bürger mit der Stadt
  7. Steigerung der Zufriedenheit der unterschiedlichen Anspruchsgruppen mit der Stadt
  8. Förderung der Zusammenarbeit wichtiger Handlungsträger der Stadt
  9. Erhalt bzw. Steigerung der Einwohnerzahl („Kundenbindung“)

 

Die Zielgruppen lassen sich, entsprechend der Teilbereiche bzw. Handlungsfelder des Stadtmarketings, in Hauptzielgruppen einteilen.

 

  1. Einwohner einer Stadt. Als Zielgruppe des Stadtmarketings beinhaltet diese die in der Stadt lebenden Bürger sowie potenzielle Bürger. Sie sind zum einen Zielgruppe des Verwaltungsmarketings, welches sich am Bürgernutzen orientiert und zu einer Optimierung einer bürgerfreundlichen Kommunalverwaltung beitragen soll mit dem Ziel der Steigerung der Wohn- und Wohnumfeldqualität, einer qualitative Verbesserung des Bildungsangebotes oder der Schaffung eines konkurrenzfähigen Steuerstandortes.
     
  2. Touristen sind als zahlungskräftige Zielgruppe von tragender Bedeutung. Durch beispielsweise die Umverteilung von Einkommen fällt dem Tourismus eine regionale Ausgleichsfunktion zu, und für viele Regionen stellt der Tourismus eine lebenserhaltende Einkommensquelle dar. Die Zielgruppe Tourist lässt sich in eine Vielzahl von Untergruppen wie Tagungs- , Geschäfts- , Messe- , Kultur- , Städte- , Jugend-, Senioren-, Kur- und Gesundheitstouristen unterteilen.
     
  3. Verwaltungsangestellte sowie die Stadtmarketingorganisationen stellen die vierte wichtige „interne Zielgruppe“ des Stadtmarketings dar. Dabei geht es um die Förderung der Zusammenarbeit wichtiger Handlungsträger und Steigerung der Kundenfreundlichkeit bei städtischen Behörden und Ämtern.

 

Die Herausforderung für das „Unternehmen Stadt Haiger“ und somit auch für das „Stadtmarketing Haiger“ ist nicht nur die reine „Kunden- und Bürger-orientierung“, sondern vor allem mittel- bis langfristig die „Kundenbindung“. Dies bedeutet, dass man sich weiterhin, wie schon in den vergangenen Jahren geschehen, an den Bedürfnissen der Kunden- und Bürgerwünsche orientiert und genau das am Standort Haiger anbieten sollte, was selbige nachfragen. Somit geht es um eine bewusste, markt-orientierte Führung des gesamten „Unternehmens Stadt Haiger“, zu dem - ausgehend von der Stadtverwaltung - alle Bürger, Unternehmer, Händler, Dienstleister, Arbeitnehmer und Kunden zählen.

Im vergangen Jahr hat das „Stadtmarketing“ weiter daran gearbeitet, den Standort Haiger positiv zu „vermarkten“.

Ob nun „die freundliche Einkaufsstadt im Dreiländereck“ oder die „familienfreundliche Stadt“ oder „die Wanderstadt“, diese Slogans haben zu einer gewissen Kundengewichtung geführt und das Interesse für den Standort Haiger geweckt. Unterstützt wird dieses Interesse durch Hinweise wie „Haiger, immer einen Schritt voraus“, „Haiger, immer ein Lächeln voraus“, „Haiger, wir sind immer für Sie da“ und „Haiger, wir wachsen stetig“.

 

Das „Stadtmarketing Haiger“ ist in nachstehende Themen eingebunden:

  • Ansiedlung neuer Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Leerstandmanagement),​
  • Optimierung des Freizeit- und Kulturangebotes, vor allem für Kinder, Jugendliche und Rentner (interessante und außergewöhnliche Stadtführungen, Besichtigungen, etc.),
  • Einbindung von Bürgern, Unternehmern, Händlern, Vereinen, Institutionen allgemeiner Art, Schulen, Kindergärten, Altenheime, in die Arbeit des Stadtmarketing,
  • Erweiterung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit,
  • Steigerung der Zentralität und des „Wir“-Gefühls,
  • Erhöhung der Verweildauer von Bürgern und Kunden in der Stadt durch entsprechende Maßnahmen in Verbindung mit dem Handel,
  • Erhaltung und Bewerbung des Parkplatzangebotes in der Innenstadt (vor allem der kostenlosen),
  • Verknüpfung der Einkaufsschwerpunkte „Innenstadt-Lohweise-Bahnhofstraße“ durch geeignete Maßnahmen und Aktionen gemeinsam mit den Einzelhändlern,
  • Verbesserung von „Servicefeldern“ (z.B. unproblematischer Umtausch, Garantieverlängerungen als freiwillige Händlergarantie, Hol- und Bringservice für ältere Kunden, Abstimmung von gemeinsamen Aktionen der Händler, etc.).

 

Erweiterung und Verbesserung der Zusammenarbeit des

„Stadtmarketing“ mit dem GVH, unter Einbeziehung nachstehender Themenfelder:

  • einheitliche Öffnungszeiten,
  • gemeinsame Werbeaktionen,
  • Verbesserung des Gastronomieangebotes,
  • Verbesserung des Erscheinungsbildes der Geschäftsflächen im öffentlichen und privaten Bereich,
  • Ladengestaltungen, Schaufensterwettbewerb, etc.,
  • Erhöhung der Sicherheit und Sauberkeit (private Patenschaften, Eltern- und Jugendinitiativen), etc.