Onkel Toms Hütte - Samstag, 20. Oktober 2018, 20 Uhr, Stadthalle


Tom Rutherford stammt aus der Southside von Chicago. Einst Straßengangmitglied, betreibt der Sozialpädagoge jetzt im Gefängnis einer mittelamerikanischen Groß­stadt ein kleines Theater namens „Onkel Toms Hütte“; nicht nur, weil Tom den gleichen Namen trägt, son­dern weil er dort schon seit mehr als einem Jahrzehnt - Jahr für Jahr - die gleiche Geschichte zur Aufführung bringt: Harriet Beecher Stowes „Onkel Toms Hütte“.

Vier junge inhaftierte Amerikaner unterschiedlicher Herkunft führen das Stück mit einfachsten Mitteln auf, unter der Leitung ihres Rehabilitierunghelfers Rutherford, der selbst den Onkel Tom spielt, und unter musikalischer Begleitung des lebenslänglich verurteilten Musikers Barney.

Sie schlüpfen in die Rollen der verschiedenen Roman- Charaktere, aber sie verkörpern nicht nur das Sklavenelend, das sich in den Südstaaten der USA bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unaufhörlich verbreitet hatte; die Gefan­genen tragen auch ihre eigenen Geschichten und Songs vor - begleitet von klassischen Spirituals - um uns ihren Konflikten näher zu bringen, und um die Missstände vergan­gener Zeiten, die sich zum Teil bis heute wiederholen, für sich und auch für ihr Publikum verständlicher zu machen.
Mit Ron Williams, Michael Mufty Ruff, Karsten Kenzel, Simon Berhe, Stephanie Marin und Anna Takenaka. Foto: Eva Maria Feilkas 

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