Händewaschen ist das A und O


Im Lahn-Dill-Kreis gibt es (Stand 2. März) zwei Coronavirus-Fälle in Wetzlar. Der erste Erkrankte wurde stationär in der Lahn-Dill-Klinik aufgenommen. Er hielt sich bis zum 23. Februar in der Lombardei auf, die vom Robert-Koch-Institut zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt wurde.

„Der Patient, der positiv getestet wurde, hat alles richtig gemacht: Nachdem er aus der Lombardei zurückgekommen war, hat er sich beim Gesundheitsamt gemeldet“, sagte Landrat Wolfgang Schuster. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung durch das SARS- CoV-2 in Hessen als gering bis mäßig ein. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist wahrscheinlich. „Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern“, sagt Landrat Schuster.

Achtsamkeit, keine Panikmache

„Wir sind gut vorbereitet im Lahn-Dill-Kreis. Wichtig ist, die Bürger darüber zu informieren, wie sie sich richtig verhalten, um dem Virus entgegen zu wirken. Es geht um Achtsamkeit, keine Panikmache. Wir sind im regelmäßigen Austausch mit den verschiedenen medizinischen Einrichtungen und dem Hessischen Gesundheitsministerium, so dass wir bei Bedarf schnell handeln können.“

Bei Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus sollten Patienten den Hausarzt telefonisch (!) informieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen. Der Arzt ermittelt, ob die erkrankte Person in den betroffenen Gebieten war oder Kontakt zu einer Person mit bestätigter Infektion hatte. Dies kann mit dem Gesundheitsamt abgeklärt werden. „Das Gesundheitsamt im Lahn-Dill-Kreis ist in Rufbereitschaft und kann von den Ärzten entweder direkt oder über die Leitstellen erreicht werden“, sagte Schuster. Der Verdacht oder eine bestätigte Infektion mit dem neuen Coronavirus sind meldepflichtig. Erkrankte sollten ihren behandelnden Arzt über eine Reise in Risikogebiete oder Kontakt zu Erkrankten telefonisch (!) informieren.

Das Kreis-Gesundheitsamt und die Lahn-Dill-Kliniken verweisen auf die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.infektionsschutz.de), um sich umfassend über das Coronavirus zu informieren und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu erhalten. „Hier wird sehr verständlich erklärt, wie sich Menschen verhalten sollten, die Sorge haben, sich angesteckt zu haben“, erklärt Gisela Ballmann.

Empfohlen wird die Info-Hotline des Ministeriums. Sie ist unter 0800-555 4 666 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Überblick: Wie verhalte ich mich, um mich bestmöglich vor Corona zu schützen?

• Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife (20 bis 30 Sekunden Zeit lassen)

• Hände aus dem Gesicht fernhalten

• Händeschütteln vermeiden

• Richtig husten und niesen: Abstand zu anderen halten (ca. 1 bis 2 Meter), Taschentuch (nur einmal!) benutzen oder in Armbeuge husten/niesen

• Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten und den Hausarzt telefonisch (!) informieren.

• Regelmäßiges Lüften von geschlossenen Räumen

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