„Feuerwehrhäuser sind Leuchttürme im Ort und haben eine große Bedeutung. Freuen Sie sich auf die Zeit in Ihrem neuen Haus“, sagte Dr. Tobias Bräunlein, Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, Heimatschutz und Krisenmanagement im hessischen Innenministerium, beim offiziellen Spatenstich zum Umbau des Feuerwehrhauses in Rodenbach. Bürgermeister Mario Schramm, Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel, die Magistratsmitglieder Helmut Schneider, (Erster Stadtrat), Dr. Andreas Steiner und Herbert Fassel, der stv. Kreisbrandinspektor Kristopher-Kirsten Heinz, Stadtbrandinspektor Andreas Dilauro und viele Vertreter der heimischen Feuerwehren wünschten den Kameraden alles Gute beim Umbau des neuen Domizils.
Das Gebäude im Industriegebiet „Auf der Stücke“ ähnelt nicht mehr dem einstigen Sitz der Firma KROmedia, von der die Stadt die Immobilie 2022 für knapp 900.000 Euro gekauft hatte. Das liegt daran, dass die Feuerwehrleute aus Rodenbach schon jede Menge Eigenleistung erbracht haben.
Die Stadt hatte die Immobilie 2022 für knapp 900.000 Euro gekauft
Diesen Fakt stellte Bürgermeister Mario Schramm bei seiner Ansprache heraus. „Hier sind ganz engagierte Menschen am Werk, dafür danken wir Ihnen herzlich“, sagte Schramm: „Gemeinsam kriegen wir das gestemmt.“ Er sei besonders erfreut, dass die Wehr auch für die weiteren Arbeiten Unterstützung angeboten habe. „Wehrführer Silas Geiß behält den Schlüssel, dann können Sie immer in das Gebäude“, versprach der Bürgermeister.
Die Feuerwehr sei eine ganz wichtige Institution, die „der Kommune die Arbeit abnimmt“, erklärte der Rathaus-Chef. Da das alte Feuerwehrhaus der Rodenbacher nicht mehr akzeptabel sei und der technische Prüfdienst „die Ampel auf Rot“ gestellt habe, habe man eine Alternative gesucht. Das KROmedia-Gebäude passe hervorragend.
Die Wehr verdient ein funktionsfähiges neues Domizil
Die Wehr des 800-Einwohner-Ortes sei mit 23 Einsatzkräften und 12 Jugendlichen bestens aufgestellt und verdiene ein ordentliches, funktionsfähiges neues Domizil. Die Verwaltung gehe davon aus, dass der Umbau etwa 1,6 Millionen Euro kosten werde. Innenminister Roman Poseck (CDU) habe bereits im vergangenen Sommer einen Bewilligungsbescheid über 140.000 Euro mit nach Haiger gebracht. Hinzu kämen 17.000 Euro vom Bund und ein Zuschuss der KfW über 43.000 Euro.
Der Umbau sei „ein wichtiges Zeichen für die Sicherheit unserer Bürger“. Haiger befasse sich derzeit mit vier Feuerwehrhäusern – zu Rodenbach kommen Weidelbach, Sechshelden und der neue Stützpunkt in Haiger. Das neue Domizil in Rodenbach steht auf einem 2990 m² großen Grundstück und hat zwei Stellplätze für Fahrzeuge (plus eine zusätzliche Optionsfläche). Hinzu kommen Schulungsräume, Büros, Sanitärräume und eine Küche.
Dr. Tobias Bräunlein stellte in seiner Ansprache fest, ohne Freiwillige Feuerwehren sei die Gefahrenabwehr in Hessen nicht zu gewährleisten. Die Florianer spielten im Einsatzfall eine große Rolle, hätten aber auch für die kommunale Gesellschaft eine immense Bedeutung. „Sie halten die Gemeinschaft zusammen!“
Retter müssen angemessen ausgestattet werden
Deshalb müssten die Retter auch angemessen ausgestattet werden. Das Land Hessen habe im vergangenen Jahr 21 Millionen Euro in die Bezuschussung von Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern investiert. „Feuerwehrhäuser sind Leuchttürme und Anlaufstellen – zum Beispiel, wenn es Energieprobleme gibt“, erklärte Dr. Bräunlein und wünschte den Wehrleuten „eine gute Zeit in Ihrem neuen Haus“.
„Dieses Gebäude ist aus unserer Sicht die richtige Wahl. Es zeigt, dass die Arbeit der Wehr ernst genommen wird“, sagte Wehrführer Silas Geiß. Er dankte allen Kameraden für die bereits erfolgte Eigenleistung.
„Wir wollen weiter anpacken und sind mit Herzblut dabei“
„Unser Engagement wird so bleiben, wir wollen weiterhin anpacken und sind mit Herzblut dabei“, sagte Geiß. Er dankte der Stadt Haiger und vor allem der Stabsstelle Brand- und Zivilschutz um Andreas Dilauro für die gute Zusammenarbeit und vielfältige Unterstützung.
Nach dem offiziellen Spatenstich vor dem neuen Domizil, der im Dauerregen über die Bühne ging, trafen sich die Teilnehmer in der benachbarten Freien evangelischen Gemeinde zu einem Imbiss und weiterem Austausch.
