Guten Freunden gibt man zwei Küsschen


Seit 1991 sind die Stadt Haiger und die französische Stadt Montville verschwistert. 27 Jahre nehmen die Bewohner der beiden Städte somit schon an mehrtägigen Besuchen teil und bringen sich gegenseitig ihre Kultur näher.

Jetzt war es wieder soweit: Für vier Tage machten sich 62 Franzosen auf den Weg nach Haiger, um ihre langjährigen Freunde wiederzusehen oder neue Kontakte zu knüpfen. Als gegen Nachmittag die Reisenden ankamen und bekannte Gesichter erblickten, wurden, wie traditionell üblich, viele herzliche Küsse verteilt. 

Nach einem Jahr gab es bei einem Glas Sekt viel zu erzählen. Erst am zweiten Tag erwartete die Teilnehmer ein Ausflug in die Haigerer Umgebung. So wurde neben dem namhaften Schloss Braunfels, auch das Kloster Marienstatt besichtigt und letztendlich in warmer Nachmittagssonne ein Stückchen Kuchen und Kaffee im Stöffelpark in Enspel genossen.

Deutsch- sowie französischsprachige Führungen in kleineren Gruppen ermöglichten beiden Seiten neue Erkenntnisse und genug Freizeit, um sich auch alleine ein wenig umzusehen. Der Samstag gestaltete sich ebenfalls unterhaltsam. Strahlendblauer Himmel lud die Kleinen zum internationalen Kinderfest in Haiger ein, wo beispielsweise das Rope -Skipping Team aus Haiger seine Choreografien präsentierten. Alternativ bot sich auch die Eröffnung des geologischen Spazierwegs an. Rund 50 französische Besucher und deren deutsche Gastgeber entschieden sich für dieses Event. Nachdem Bürgermeister Mario Schramm mit den beiden früheren Vorsitzenden des Verschwisterungskomitees Haiger - Montville, Karin Haas und Marie-Hélène Bodo, gemeinsam das Band durchgeschnitten hatte, wurde die zwei Kilometer lange Strecke Richtung in Langenaubach erkundet.

Höhepunkt des Tages war der Verschwisterungsabend in Allendorf. Mit 130 Personen sollte der harmonischen Zeit eine schöne abschließende Erinnerung gegeben werden. DIe Besucher erlebten nicht nur die Aufführungen des Allendorfer Kirchenchors, der Square-Dance-Gruppe „Twirling Bells“ und des Musikvereins Nassau-Oranien, sondern machten auch selbst die Tanzfläche unsicher.

„Es ist einfach erfüllend, wie offen und unkompliziert die Menschen beider Länder miteinander umgehen. Wie Leute im wirklich fortgeschrittenen Alter mit ganz jungen gefeiert und gemeinsam zu „Metallica“ getanzt haben war bemerkenswert. Alle hatten ihren Spaß.“, sagten Angela und Markus Moos, eine der Gastgeberfamilien.

Kulturamtsleiter Andreas Rompf konnte als aktueller Vorsitzender des Verschwisterungskomitees der positiven Rückmeldung nur zustimmen: „Das Miteinander von Jung und Alt, diese Freundschaft, ist gigantisch.“ Auch Bürgermeister Mario Schramm, der an zahlreichen Veranstaltungen des Treffens teilnahm, hatte großen Spaß. „Es ist schön, mitzuerleben, wie hier Freundschaft über die Grenzen hinweg gelebt wird.“

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