Neue "Aufrufanlage" ist in Betrieb


Nein, im Rathaus werden künftig keine Fernseh-Sendungen übertragen. Die beiden großen Bildschirme im Erdgeschoss und im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes haben einen anderen Zweck: Sie sind ein Bestandteil der neuen „Aufrufanlage“ für den Bürgerservice, die vor wenigen Tagen in Betrieb gegangen ist. Sie soll die Abläufe in der Stadtverwaltung verbessern.

Die moderne Aufrufanlage ist zuständig für den Bereich Bürgerservice (Einwohnermeldeamt, Standesamt) sowie den Bereich „Soziale Angelegenheiten“.

Hintergrund: Nach dem Umbau des Einwohnermeldeamtes war es aufgrund der veränderten räumlichen Situation zu Missverständnissen unter den wartenden Kunden gekommen. „Wer kommt als Nächster an die Reihe?“ „Warum kommt jemand schneller an die Reihe als ich, obwohl ich doch vorher da war?“

„Mit der Aufrufanlage sollen diese Probleme zukünftig beseitigt werden“, erklärt Fachbereichsleiter Timo Dietermann. Direkt am Empfang ist der so genannte „Ticketgeber“ aufgestellt. Über ein einfaches Touchdisplay hat jeder Bürger die Möglichkeit, sein Anliegen vorab auszuwählen: Standesamt, Einwohnermeldeamt, Soziale Angelegenheiten, Fundbüro,  Wahlen. 

Der Ticketgeber gibt an den Besucher einen kleinen Zettel mit Nummer aus, auf dem die entsprechende Vorabauswahl hinterlegt ist. Anhand der vorab getroffenen Auswahl - zum Beispiel „Beantragung eines Personalausweises“ - kann das Anliegen direkt an den dafür zuständigen Sachbearbeiter im Einwohnermeldeamt weitergeleitet werden.

Die beiden Bildschirme im Treppenhaus zeigen dann an, welche Nummer sich an welchem Platz melden kann.

 Über die Anlage wird das Anliegen des  Besuchers an die Sachbearbeiter weitergeleitet

Ganz wichtig: Aufgrund der unterschiedlichen Anliegen, die unter Umständen von verschiedenen Sachbearbeitern (Einwohnermeldeamt oder Soziale Angelegenheiten) bearbeitet werden, entspricht dabei die Nummernfolge logischerweise nicht immer der Aufruffolge.

Mit anderen Worten: Es ist durchaus möglich, dass ein Bürger andere Wartende „überholt“, weil der für sein Anliegen zuständige Sachbearbeiter bzw. die Sachbearbeiterin gerade „frei“ ist.

Die Sachbearbeiter erhalten auf ihrem Bildschirm eine Mitteilung darüber, dass ein Kunde wartet und werden gleichzeitig schon über dessen Anliegen informiert. „So kann der Kundenverkehr im Bereich Bürgerservice zukünftig effizienter gesteuert werden“, erklärt Timo Dietermann.

Ziel sei es, den Service für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Haiger zu verbessern und gleichzeitig die Arbeit der zuständigen Mitarbeiter zu erleichtern. In Nachbarstädten wie zum Beispiel Herborn seien solche Aufrufanlagen bereits seit längerer Zeit erfolgreich in Betrieb, sagte der Fachbereichsleiter, bat aber gleichzeitig um Verständnis, wenn es während der Einführungsphase zu technischen Problemen kommen sollte .

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