Sechshelden: Untersuchungen im Gelände laufen


In Sechshelden soll ein Hochwasser-Rückhaltebecken entstehen. Geplant ist ein rund 50.000 Kubikmeter Wasser fassendes „Grünes Becken“ Ziel aller Maßnahmen ist es, ein so genanntes „100-jährliches Hochwasserereignis zu verhindern“.

Das Rückhaltebecken am Rand der Kreisstraße 49 - Gemarkung „In Kuhmarschwies“ und „Vor Kuhmarschwies“ - ist etwa 200 Meter von der Ortsbebauung entfernt. In den vergangenen Jahren haben umfangreiche Vermessungen, Kartierungen, Überprüfungen schützenswerter Objekte, hydraulische Berechnungen und geotechnische Sondierungen in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Gießen stattgefunden. Geplant ist ein Erddamm mit einem Durchlassbauwerk als offenes Trogbauwerk. Die Dammhöhe soll bei 7,30 Metern liegen. Der Damm würde etwa 150 Meter lang werden.

Derzeit finden weitere umfangreiche Untersuchungen der Naturschutz und Landschaftsplanung statt. Hannah Maupeu von der Modus Consult Speyer GmbH ist mit Kollegen regelmäßig vor Ort. Nachdem im vergangenen Jahr Abstimmungen mit der Oberen Naturschutzbehörde Gießen stattgefunden hatten, müssen nach Angaben der Expertin nun in der Vegetationsperiode 2019 weitere Erhebungen im Gelände erfolgen. Es finden ergänzende Untersuchungen zu Fledermäusen, Amphibien, Libellen, Reptilien und Vögel statt. „Um ein vollständiges Bild der Tierwelt zu erhalten, müssen über die gesamte Vegetationsperiode (vom Frühjahr bis in den Spätsommer) Untersuchungen im Gelände gemacht werden“, erklärte Hannah Maupeu.

Zudem finden eine Gewässerstrukturkartierung sowie eine Grünland-Kartierung und eine Erhebung der invasiven Arten entlang des Kuh- und Hengstbaches statt.  Auch die Suche nach Kompensationsmaßnahmen ist im Gange, verschiedene Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde haben bereits stattgefunden, die Begutachtung und Einschätzung der möglichen Flächen vor Ort soll ebenfalls im Mai erfolgen.

Wie Haigers Bürgermeister Mario Schramm erklärte, ist vorgesehen, alle Antragsunterlagen für die Plangenehmigung bis Ende des Jahres 2019 im Regierungspräsidium Gießen vorzulegen. Foto: Simon&Widdig GBR 

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