Der Grabstein-TÜV ist unterwegs


Auch in diesem Jahr ist der so genannte „Grabstein-TÜV“ wieder auf den Haigerer Friedhöfen unterwegs und prüft, ob die Steine „dem Druck standhalten.“ Bis zum 31. Mai wird die Standfestigkeit der Grabsteine auf den Friedhöfen der Kernstadt und der Stadtteile kontrolliert.

 „Witterungseinflüsse oder ein nicht fachgerechter Aufbau der Male, können die Standsicherheit in Mitleidenschaft ziehen“, erklärt Manuel Langenscheidt vom städtischen Fachdienst Friedhofswesen. Um Unfälle durch umstürzende Grabsteine zu vermeiden, werden diese regelmäßig überwacht. Dafür gibt es einmal jährlich eine Prüfung, in etwa vergleichbar mit einem „TÜV“. Hierbei wird durch eine konstante Druckeinwirkung getestet, ob die Grabsteine stabil genug stehen. „So kümmern wir uns Jahr für Jahr um mehr als 5000 Gräber“, erklärt Manuel Langenscheidt, der derzeit mit Vanessa Gassmann unterwegs ist. Vor allem auf dem großen Friedhof der Kernstadt kann das Ganze schon eine Weile dauern. 

Roter Aufkleber warnt vor nicht standsicheren Grabmalen 

Nicht standsichere Grabmale werden von den städtischen Bauamtsmitarbeitern mit einem roten Aufkleber gekennzeichnet. Dieser warnt die „Nutzungsberechtigten“ des Grabes und bittet die Angehörigen darum, die Grabsteine durch Fachkräfte befestigen zu lassen. Nach drei Monaten, spätestens bis zum 31. August, erfolgt eine Nachprüfung der Grabstätten. Falls die Standfestigkeit der betroffenen Grabsteine in der Zwischenzeit nicht verbessert wurde, werden diese Grabmale auf Kosten der Angehörigen durch die Friedhofsverwaltung „umgelegt“. „Dazu sind wir aus Sicherheitsgründen verpflichtet“, erklärt Manuel Langenscheidt.