In der Kulturkapelle spielt die Musik


Die Kulturkapelle in Langenaubach bleibt eine Erfolgsgeschichte. Die im Herbst 2017 gestartete Konzertreihe der Stadt Haiger in dem historischen Gebäude aus dem Jahr 1749 kommt beim Publikum – und den Künstlern – hervorragend an. Das galt auch für die kürzlich mit dem Konzert der Kanadierin Ann Vriend beendete „Saison“ 2019 – alle Abende waren so gut wie ausverkauft. Für das Gastspiel von „Öli“ Müller und Peter Schneider mussten aufgrund des großen Interesses sogar zwei Termine angesetzt werden, die beide ausverkauft waren. „So soll es weiter gehen“, blickt Kulturamtsleiter Andreas Rompf nach vorn. Die Termine für das Jahr 2020 stehen fest – das Programm beginnt mit Martin Bauer, der am 28. Februar bekannte Songs deutscher Liedermacher auf seine individuelle Art interpretiert. Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen beginnt in der kommenden Woche.

„Die Konzerte in der besonderen Atmosphäre in Langenaubach machen Spaß“, sagt auch Bürgermeister Mario Schramm. Ziel der Organisatoren ist es, ein großes Themenspektrum zwischen Pop, Rock, Blues und Folk abzudecken, wobei aber auch die Themen Jazz oder Klassik ihren Platz finden. „Vielfalt ist Trumpf“, meint Ralf Triesch aus dem städtischen Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit. 

Das Programm des Jahres 2020 

28. Februar – Martin Bauer

„Mit anderen Worten“ heißt das neue Soloprogramm von Martin Bauer. Er präsentiert mit Witz und Charme Titel aus vier Jahrzehnten sowie eigene Songs. Inspiriert von den Liedermachern der 1970er Jahre - Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker - erzählt er Geschichten zum Zuhören und Nachdenken, zum Lachen und Schmunzeln und gerne auch zum Mitsingen.

„Zum Programm gehört Bekanntes und weniger Bekanntes, Heiteres und Besinnliches“, erklärt der Künstler, der eigene Stücke und „angenommene“ Lieder vorstellt, wie Bauer Coversongs nennt. Seit 1990 lebt und arbeitet er als Profimusiker. Ob mit einer Countryband in Kanada, einem Singer-Songwriter-Duo in England und Irland oder einer Galaband in ganz Deutschland – Bauer führt ein Leben "on tour" mit bislang mehr als 2500 Auftritten, diversen CD-Produktionen und Fernsehauftritten. 

27. März – John Cordi

„John Cordi ist groovender Zuhör-Genuss-Pop“, urteilte die Presse: „Und wie ein anregend schönes Gespräch im heimischen Wohnzimmer unter guten Freunden.“ Stilistisch feiner und abwechslungsreicher Pop-Jazz mit einem Schuss Rock gewürzt, der ganz charmant und mit Groove immer aus anderen Schubladen springt als man erwartet. Johannes Tunyogi-Csapó und Cornelia Eichenauer wollen Brücken über Stil-Grenzen hinweg bauen,  ohne beliebig zu wirken. Das Duo will eigentlich „nur normal“ sein, und ist deshalb so erfrischend anders.

Gitarrist Johannes Tunyogi-Csapó ließ sich von der Energie aus dem Rock/Pop und Jazz-Bereich inspirieren, während Cornelia Eichenauer die Emotionen aus dem Musical-Bereich geprägt haben. Was sich nach einem Wiederspruch anhört, klingt ausgesprochen spannend und erfrischend neu. Dabei springt immer ein sympathischer Funke rüber, der auch ein schmunzelndes Augenzwinkern über manche Ernsthaftigkeit des Lebens nicht verbergen kann … und es auch nicht will. 

24. April – „Wait For June“

Was haben Erinnerungen an alte Freunde, eine kaputte Heizung in Schweden, ein Banjo in einem Punk-Song und eine offene Schublade gemeinsam? Die Band „Wait For June“ aus Wetzlar bringt all dies mit viel Hingabe und Liebe zum Detail zusammen, bedienen sich die vier Musiker doch verschiedener Stilrichtungen, um mit gut einem Dutzend Instrumenten eingängig und immer wieder überraschend ihr Publikum zu unterhalten. Eine Fangemeinde weit über Hessens Grenzen hinaus zeugt von ihrer mittlerweile dreijährigen Reise durch die Republik; im Gepäck haben sie das funkelnagelneue Album „Transition". Wer handgemachte, authentische Musik mit einem guten Schuss nordischer Melancholie mag, wird nach einem Konzert von „Wait For June“ mit wippenden Füßen und einem guten Gefühl nach Hause gehen.

18. September – „Take five“

Seit fast zehn Jahren ist das Frauenvokalquintett „Take 5“ schon in deutschen Gefilden unterwegs. In der Kulturkapelle Langenaubach präsentieren die vier Damen und ihr Pianist  Wolfgang Klösel Auszüge aus ihren  beiden Konzertprogrammen, die sowohl in der geistlichen Musik als auch im Jazz, Swing, Popklassikern, Latin, Musical und  anspruchsvollen Eigenkompositionen beheimatet sind.  Das Gros der Stücke wird instrumental von Pianist Klösel  unterstützt, aber auch einige A-cappella-Werke werden zu hören sein.

6. November – Corde Celesti

Das Duo „Corde Celesti“ lädt zu einem besonderen musikalischen Ereignis ein und hat eine spezielle eigene Geschichte mit der Kulturkapelle. Als das Duo im April in Langenaubach auftreten wollte, machte ein Bruch der Harfe von Christiane Werner alle Planungen zunichte. Der Haigerer Gitarrist Johannes Monno, mit den beiden Musikern befreundet, und Kulturamtsleiter Andreas Rompf sprangen spontan ein und unterhielten das Publikum mit originellen Lesungen und anspruchsvoller Gitarrenmusik. Schon damals war klar: “Dieser Auftritt wird nachgeholt!”

Christiane Werner (Harfe) und Albrecht Bunk (Gitarre) lädt ein zu einem musikalischen Sommerregen voller Erinnerungen, Naturereignissen und Mythen. Die beiden erzählen von Regentropfen am Fenster, von wundersamen Mythen und lassen Eigenarrangements bekannter Komponisten neben Originalwerken von Zeitgenossen erklingen.

Eintrittskarten für alle Konzerte gibt es im Haigerer Rathaus (Foyer). Tickets kosten im Vorverkauf neun und an der Abendkasse 11 Euro. Allerdings lohnt sich eine Nachfrage, da es wegen des gestiegenen Interesses für die meisten Konzerte keine Tageskasse mehr gibt. Ticketbestellung: Tel. 02773/811-150 oder kulturamt@haiger.de

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