Winterzauber und Lukasfest abgesagt


Die Frage bewegt Haigerer Bürger bereits seit Wochen. Findet der „Winterzauber“ mit der beliebten Eislauf-Arena auch in diesem von Corona geprägten Jahr statt? Der Magistrat musste jetzt entscheiden. „Aufgrund der Hinweise und Empfehlungen von Gesundheitsbehörden und Corona-Experten  können wir es wegen der Anmietung der Bahn nicht verantworten, die Veranstaltung durchzuführen“, sagte Bürgermeister Mario Schramm.

„Natürlich war es unser Ziel, den vielen Wintersport-Fans und Weihnachtsmarkt-Besuchern wieder eine schöne Vorweihnachtsveranstaltung über vier Wochen zu bieten. Aber das ist leider angesichts der Corona- und Erkältungszeit nicht machbar“, erklärte der Rathaus-Chef. Man hätte Zugangsbeschränkungen für die Eisbahn erlassen und die Wintersportler nach einer festgelegten Zeit vom Eis holen müssen. „Auch hätte sich der Abstand zwischen den Eisläufern nicht garantieren lassen“, sagte Schramm.

Zudem könnten die beim „Winterzauber“ zu erwartenden Besucherzahlen weder organisatorisch noch personell und auf eine festzulegende Besucherzahl begrenzt bewältigt werden, so dass Corona-Vorgaben erfüllt und umgesetzt werden könnten.

Auch das musikalische „Winterzauber“-Programm mit Konzerten könne nicht stattfinden. „Die Entscheidung tut uns sehr leid, wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder durchstarten können.“

Erstmals 2009 war in der Haigerer Innenstadt eine Eislaufarena mit Begleitprogramm und einem Angebot an Gastronomie angeboten worden. Nach dem aktuellen Stand zeichnet sich ab, dass die Pandemie frühestens nach dem erfolgreichen Entwickeln eines Impfstoffes wieder größere Menschenansammlungen ohne Einschränkungen erlauben wird.  

Diese Fakten wirkten sich auch auf das für Mitte Oktober geplante Lukasfest aus, das ebenfalls abgesagt werden musste. „Diese Veranstaltung wäre nur unter riesigem organisatorischen Aufwand möglich gewesen“, erklärte Schramm. So müsste– ähnlich wie bei der „Lebensart“-Messe in Dillenburg geschehen - das Marktgelände abgesperrt und Zugangsbeschränkungen ausgesprochen werden, beziehungsweise der Zugang zeitlich begrenzt werden müssen.

„Außerdem würden intensive Maßnahmen erforderlich gewesen, um den Anforderungen der Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung sowie den zu erwartenden Auflagen des Lahn-Dill-Kreises nachzukommen“, erklärte der Bürgermeister.

Ebenfalls nicht stattfinden wird die Haigerer Seniorenfeier in der Stadthalle. Statt der üblichen 200 Besucher dürften bei dieser traditionellen Feier diesmal aus Corona-Gründen nur maximal 100 Senioren teilnehmen dürfen. „Und dabei handelt es sich dann ausschließlich um Damen und Herren, die der so genannten Risikogruppe angehören“, erklärte Mario Schramm. Dieses Risiko könne die Stadtverwaltung nicht verantworten.

Auch die in der Langenaubacher Kulturkapelle geplanten Konzerte mit „Take Five“ und „Corde Celesti“ wurden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. 

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