Große Wiedersehensfreude


Mit Bus und PKW machten sich an Fronleichnam wieder über 50 Freundinnen und Freunde der Verschwisterung Haiger – Montville auf den Weg nach Frankreich. „An Bord“ befanden sich langjährige Teilnehmer wie Gerhard Kämpfer aus Haigerseelbach, aber auch elf Schülerinnen und Schüler der Johann-Textor-Schule, die zum ersten Mal mit in die Normandie fuhren. Begleitet und betreut wurden sie und ihre „Corres“ ( Austauschschüler) von ihrem Französischlehrer Ralf Kaczerowski und seiner französischen Kollegin Carine Spinneweber.

Aus dem Haigerer Rathaus waren Robin Simig und Sebastian Wickel erstmals zu Besuch in der Partnerstadt. An der dortigen Stadthalle „Espace Jean-Loup Chretién“ wurden die deutschen Gäste bei strahlendem Sonnenschein bereits von Bürgermeisterin Anne-Sophie Clabaut, Haigers Bürgermeister Mario Schramm und dem Verschwisterungs-Komitee erwartet und mit Kuchen, Gebäck, Käse und erfrischenden Getränken bewirtet. Die „Neuen“ wurden mit ihren Gastfamilien bekannt gemacht, die „Erfahrenen“ tauschten Küsschen und Neuigkeiten aus.

50 Großsegler vereinen sich in Rouen zur großen „Armada“ 

Nach einem Abend in den Familien traf sich der überwiegende Teil am nächsten Morgen am Bahnhof Montville, um gemeinsam nach Rouen zu fahren. Dort stand als Hauptattraktion der Besuch der „Armada“ an – ein zehntägiges Treffen von 50 Großseglern und Schiffen aus aller Welt. Dabei ist es möglich, die Schiffe zu besichtigen und die unterschiedlichen Schiffstypen kennenzulernen. Neben den Kais gibt es an der Seine jede Menge weitere Attraktionen zu entdecken: Mitmachaktionen, Informationsstände, Gastronomie und Musik. Ein „Muss“ für alle, die zum ersten Mal in Rouen sind, ist natürlich unter anderem „Le Gros Horloge“, die große astronomische Uhr mit einem Zifferblatt von 2,50 Metern Durchmesser, 24 Sonnenstrahlen und einem Uhrwerk aus dem Jahr  1389. Interessant ist, dass die Uhr nur einen Stunden- und keinen Minutenzeiger besitzt.

Ein Straßenschild zeigt die Entfernung an 

Der Samstag wurde überwiegend zum Erkunden der Gegend und für Ausflüge genutzt – zum Beispiel zum Haus des Malers Claude Monet oder an die Kanalküste bei Dieppe, oder auch einfach nur zum Shoppen in einem französischen Supermarkt. Abends trafen sich dann alle Gäste und Gastgeber wieder in der Stadthalle zum traditionellen Verschwisterungsabend.

Nach Redebeiträgen der Montviller Bürgermeisterin Anne-Sophie Clabaut, des Haigerer Bürgermeisters Mario Schramm und der Vorsitzenden der beiden Verschwisterungskomitees, Patrick Blondel und Andreas Rompf, wurden Geschenke ausgetauscht. Dabei bekam die Stadt Montville ein Straßenschild mit der Aufschrift: „Haiger – 636 km“, das demnächst in Montville den Weg in die Partnerstadt zeigen wird. Der weitere Abend verlief dann äußerst fröhlich mit „Manger – Chanter – Danser“ (Essen, Singen, Tanzen), bis nachts um zwei Uhr gemeinsam der Saal aufgeräumt wurde.

Die Verabschiedung am Sonntagmittag war von der gleichen Herzlichkeit geprägt wie das ganze Treffen. Und so haben schon mehrere „neue“ Familien aus Montville signalisiert, dass sie im kommenden Jahr gerne auch mit nach Haiger kommen möchten.

Gastgeber in Haiger werden gesucht 

Menschen aus Haiger und Umgebung, die interessiert sind an dieser partnerschaftlichen Verbindung und mehr dazu wissen wollen, können sich gerne melden. Kontakt: Andreas Rompf, andreas.rompf@haiger.de, Tel. 02773 811 177.

Foto: Wolfgang Haber