Stadt Haiger verkauft wieder Brennholz


Wie seit Jahren üblich verkauft die Stadt Haiger auch in diesem Jahr Brennholz an die Bürger. Allerdings haben sich aufgrund der aktuellen Situation (anhaltende Trockenheit in der Vegetationsperiode) diverse Veränderungen ergeben. Wie Revierförster Sebastian Biener mitteilte, ist die reguläre Bereitstellung auf Vorbestellung von Laubindustrieholz (an den Weg gerücktes Holz) durch städtische Forstwirte derzeit nicht sinnvoll, da eine Auflichtung der jüngeren, größtenteils durch die anhaltende Trockenheit in der Vegetationsperiode, angeschlagenen Bestände, eine zusätzliche Schädigung der Bestände erwarten lässt.

Bei Verkehrssicherungsmaßnahmen oder Sanitärhieben anfallendes Laubindustrieholz wird, solange der Vorrat reicht, nach Datum des Bestelleingangs beim Revierleiter vergeben. Es gibt keine Auswahlmöglichkeit bei der Holzart. Die Zuteilung kann im gesamten Stadtwald erfolgen. Die Möglichkeit der Bereitstellung von Fichtenindustrieholz (Käferholz) läuft aus, da keine nennenswerten Mengen an Fichte mehr vorhanden sind. Kleinere anfallende Mengen können nach Datum des Bestelleingangs weiter vergeben werden. Nadelholz (Fichte) kostet in diesem Jahr 45 Euro pro Festmeter (inkl. MwSt.), Hartlaubholz (Buche/Eiche/Ahorn/Esche) 75 Euro pro Festmeter.

Viele Laubholzbestände sind aufgrund der Dürre der letzten Jahre stark geschädigt und weisen einen deutlich erhöhten Totholzanteil auf. „Das Aufarbeiten von Schlagabraum durch private Selbstwerber ist in geschädigten Laubholzbeständen aus Gründen der Arbeitssicherheit nicht zulässig“, erklärte Biener. Geringe Mengen Schlagabraum fallen durch Verkehrssicherungsmaßnahmen an. Diese werden, solange der Vorrat reicht, an potenziell ungefährlichen Standorten zum Verkauf freigegeben.

Fichtenschlagabraum ist 2023 noch auf einigen Flächen verfügbar. Das Nadelholz (Fichte) kostet 15 Euro pro Raummeter, für Hartlaubholz (Buche/Eiche/ Ahorn/Esche) sind 35 Euro pro Raummeter zu zahlen. 

„Angesichts der steigenden Energiepreise fragen viele Bürger nach Brennholz“, erklärte Revierförster Biener. Er gehe davon aus, dass in diesem Jahr nicht alle Wünsche erfüllt werden können. „Wir können nicht mehr abgeben, als wir haben, um die Nachhaltigkeit im Stadtwald zu wahren“, sagte Biener. Bestellungen sind ab sofort möglich und sind nur per E-Mail an Revierförster Biener (sebastian.biener@haiger.de) zu richten. In der Mail sollten die volle Anschrift, das Sortiment (Industrieholz oder Schlagabraum) sowie die gewünschte Menge und Art (Laub- oder Nadelholz) enthalten sein. Um eine gerechte Verteilung zu gewährleisten, ist die Bestellmenge auf maximal zehn Festmeter Industrieholz (bzw. 15 Raummeter Schlagabraum) pro Haushalt begrenzt, so Biener. Ebenfalls ist der Besitz eines Motorsägenführerscheins Voraussetzung für die Vergabe von Brennholz an Privatkunden im Stadtwald Haiger.