35 Jahre Verschwisterung Montville – Haiger feierten gut 130 Deutsche und Franzosen am Himmelfahrtswochenende in Haiger. Die 54 Gäste aus Montville wurden nach ihrer Ankunft zunächst im Stadthaus am Marktplatz mit einem Aperitif begrüßt. Für einige Familien und Einzelpersonen war dieses Treffen vor dem Haigerer Stadthaus besonders spannend, da sie zum ersten Mal an dem Austausch teilnahmen oder eine neue Gastfamilie bekamen.
Würde man sich verstehen – sprachlich und menschlich? Gelegenheit zum Kennenlernen hatten alle dann schon am ersten Abend, der in den Familien verbracht wurde.
Manche Beziehungen bestehen bereits seit vielen Jahren
Andere Beziehungen bestehen schon seit vielen Jahren, sodass es dann mehr darum ging, sich auszutauschen: was gibt es Neues in Familie und Beruf, in der Stadt und im Land?
Der nächste Tag war geprägt von einem gemeinsamen Besuch in der Domstadt Limburg: Dazu gehörten die Stadtführung und ein Bummel durch die Altstadt, ein Spaziergang und die „Kreuzfahrt“ auf der Lahn. Entgegen der Wetterprognosen präsentierte sich den Freunden ein wunderschöner Tag - frisch, trocken und sonnig.
Besuch des neugestalteten Stadtmuseums und eine Turmbesteigung in der Evangelischen Stadtkirche
Der Samstag wurde für Ausflüge mit den Gastfamilien genutzt oder auch für den Besuch des neugestalteten Stadtmuseums in Haiger und eine Turmbesteigung in der Evangelischen Stadtkirche. Abends kamen alle zum Verschwisterungsabend in der Mehrzweckhalle in Allendorf zusammen. Dort gab es zunächst ein musikalisches Ständchen des Schalmeien-Orchesters Haiger.
Danach wurden noch einmal alle vorgestellt, bevor Anne-Sophie Clabaut, Madame la Maire de Montville, und Haigers Bürgermeister Mario Schramm offizielle Grußworte sprachen. Gastgeschenk aus Montville war ein Mimosenbaum, ein durchaus gewagtes Geschenk für unsere Region, gelten diese Pflanzen doch als sensibel und empfindlich. Als Geschenk aus Haiger gab es eine gerahmte künstlerische Interpretation des „Lachenden H“ und ein (Miniatur-)U-Boot für den See in Montville.
Patrick Blondel und Andreas Rompf als Vorsitzende der Verschwisterungskomitees freuten sich darüber, dass sich je zehn Schülerinnen und Schüler aus Montville und Haiger und darüber hinaus auch vier neue Familien (mit insgesamt 15 Personen) am Austausch beteiligen.
Nach dem gemeinsamen Essen gab es ein buntes Programm mit gemeinsamem Singen auf Deutsch und Französisch, Spielen und Mitmachaktionen, bis es um 23 Uhr mit dem beliebten „Madison“ in die Tanzstunden ging.
„Schade, dass wir jetzt ein Jahr warten müssen, bis wir unsere Freunde wiedersehen“
Beim Abschied am Sonntagmittag auf dem Paradeplatz dachten und sagten viele: die vier Tage gingen zu schnell vorbei. Und eine Schülerin aus Montville brachte es in ihrer Rückmeldung auf den Punkt: „Schade, dass wir jetzt ein Jahr warten müssen, bis wir unsere Freunde wiedersehen.“
„Persönliches Interesse aneinander“
„Ein Grund, warum wir uns immer wieder treffen, uns schreiben oder miteinander telefonieren, ist, dass wir ein persönliches Interesse aneinander haben. Durch die Begegnungen öffnen sich unsere Häuser und unsere Herzen füreinander. Und ich finde es schön, dass sich auch in diesem Jahr wieder neue junge Menschen und Familien auf dieses Abenteuer eingelassen haben“, sagte Andreas Rompf vom Verschwisterungskomitee, ein Mitorganisator des Treffens.
Es sei wunderbar, kennenzulernen, wie Menschen in einem anderen Land, in einer anderen Stadt, in einer anderen Familie leben.
Patrick Blondel und Andreas Rompf machten von Seiten der Verschwisterungskomitees deutlich, dass sie hoffen, „dass die Verschwisterung weiterlebt, bestehende Kontakte gepflegt und neue geknüpft werden“.
