Fliegerische Präzision, Mut und Muskelkraft sind gefragt


Zu einem nicht alltäglichen Training der Höhenrettung trafen sich rund 25 speziell geschulte Feuerwehrkräfte auf der Kalteiche und übten mit Hilfe der Präzision der Polizeihubschrauber-Staffel einen besonderen Rettungseinsatz.

Unter anderem waren Berufsfeuerwehrleute aus Düsseldorf, Wiesbaden und Siegen sowie zwei Beschäftigte der Stadtwerke Haiger und auch Haigerer Feuerwehrleute vor Ort. Die Kameraden, die alle speziell für Höhen- und Tiefenrettung ausgebildet sind, zeigten sich sehr zufrieden mit der praktischen Übung.

So trainierten alle der rund 25 Kräfte die Einsätze über Hubschrauber, wurden abgeseilt oder „geborgen“, und machten sich mit dem Innenleben des Windrades vertraut. Teilweise waren bis zu zehn Kräfte im Bauch des Turms aktiv. Dabei mussten die Einsatzkräfte die 129 Höhenmeter bis zur Nabe des Windrads über Leiter und per Muskelkraft überwinden, was bis zu 15 Minuten in Anspruch nahm.

„Westerwaldwind“ hielt sich zurück – gutes Übungsklima

Sehr zufrieden waren die Verantwortlichen, denn diese praxisnahe Art der Übung ist äußerst selten. Die Regel ist, dass auf spezielle Trainingshallen unter anderem in Süddeutschland ausgewichen werden muss, wo der ganze Ablauf lediglich simuliert werden kann und eine weite Anreise erforderlich ist.

Nun konnte auf den Höhen an der Grenze zum Siegerland die Praxis hautnah erlebt werden. Der berühmte Westerwaldwind hielt sich zurück und sorgte so für ein gutes Übungsklima. Ein Kamerad der Berufsfeuerwehr Siegen äußerte sich sehr positiv: „Solch eine Übung ist für uns alles andere als alltäglich, und es macht Spaß und ist aufregend, mit Hubschrauber und Winde in knapp 150 Meter Höhe zu arbeiten. Das gibt uns die Sicherheit, im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.“