Gerhard Kring neu im Schiedsamt


„Wenn Sie Lehrer waren, dann haben Sie ja viel Erfahrung im Schlichten von Meinungsverschiedenheiten“, scherzte Amtsgerichtsdirektor Reinhard Grün, als er vor wenigen Tagen Gerhard Kring als neuen stellvertretenden Schiedsmann für Steinbach willkommen hieß.

„Sie setzen mit Ihrer Bereitschaft für dieses Amt ein Zeichen, dass Sie sich nicht nur um sich selbst drehen“, lobte Grün den „Newcomer“. Oft kämen Menschen ohne Hilfe nicht aus ihren Problemen heraus. Außerdem sei erst nach einer Güteverhandlung im Schiedsamt ein Gang vor das örtliche Amtsgericht möglich. „Sie bekleiden ein wichtiges Amt, denn alles, was Sie klären können, das landet nicht vor Gericht“, erklärte Grün. Viele Konflikte ließen sich durch ein Beratungsgespräch lösen.

Bürgermeister Mario Schramm zeigte sich erfreut über das Engagement von Gerhard Kring. „Steinbach ist ein besonderes Dorf, da wird Gemeinschaft groß geschrieben und das Ehrenamt hat eine hohe Bedeutung“, sagte der Rathaus-Chef. In der Vergangenheit habe es aus städtischer Sicht so gut wie keine Probleme gegeben, blickte Schramm zurück und wünschte dem neuen Schiedsmann viel Glück in seinem Amt.

Kring wurde vereidigt und für fünf Jahre in die Aufgabe berufen, die gerne als „Amt des gesunden Menschenverstandes“ beschrieben wird. Für die Schiedsleute gilt das Motto „Schlichten ist besser als richten“. Zur Übernahme des Ehrenamts gratulierte auch Armin Lühring von der Bezirksvereinigung Limburg der Schiedsleute und informierte über anstehende Seminare und Fortbildungen. Aufgabe des Schiedsamtes sei es, „Menschen unter einen Hut zu bringen“, sagte Lühring und empfahl Gerhard Kring, erstmal den Schiedsmann Hans-Joachim Becker bei dem ein oder anderen Termin zu begleiten.