Imker setzen auf Traktor-Unterstützung


Seit mittlerweile elf Jahren gibt es die Haigerer Bienenweide am Rande des Wohngebiets „Fahler“. Jetzt freuten sich die Betreiber vom Imkerverein Haiger und Umgebung über maschinelle Unterstützung. Erstmals wurde auch ein Traktor eingesetzt, um das Feld vorzubereiten und den Samen auszusäen. Landwirt Thomas Lückhoff hatte den Untergrund gepflügt und gefräst und sorgte anschließend mit seiner Sämaschine dafür, dass der Samen schön gleichmäßig ausgebracht wurde.

„Elfmal haben wir per Hand gesät, jetzt probieren wir mal etwas Neues“, sagte der Vorsitzende der Imker, Christof Brado. Er dankte der Stadt Haiger, die den größten Teil der Kosten für das Saatgut trägt, und wünschte sich jetzt den ein oder anderen Landregen. Wie Brado erläuterte, wurden hauptsächlich mittelhohe Sonnenblumen in den Farben gelb, rot und orange ausgesät. Am Rand wurde von Hand die bekannte Mössinger Blütenmischung ausgebracht. Der Vorsitzende dankte allen fleißigen Imkern und auch dem Stadtrat Johannes Weyel (CDU) sowie Haigers künftigem Bürgermeister Christian Helfert (FWG), die beide ihren Rechen mitgebracht hatten und fleißig mitarbeiteten.

„Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die blühenden Blumen sehe“, sagte Fahler-Bewohner Johannes Weyel. Die Imkerei sei ein tolles Hobby mit vielen positiven Elementen. Jeder wisse, wie wichtig die Bienen für die Natur seien, gleichzeitig schmecke der Haigerer Honig ganz hervorragend. „Der Nutzen Ihres Engagements für die Mitmenschen ist enorm hoch“, lobte Weyel die Bienenfreunde. Der Slogan „Haiger blüht“ sei sehr gut gewählt – er könne nicht nur auf die Natur, sondern auch auf das städtische Leben und die wirtschaftliche Entwicklung bezogen werden.

Ein tolles Hobby mit vielen positiven Elementen

„Ich hoffe sehr, dass wir uns bald an vielen bunten Blumen erfreuen dürfen“, blickte Weyel nach vorn.

Fünf bis sechs Wochen Geduld brauchen die Haigerer Bürger noch, dann können sie – wenn alles klappt – die „bunte Pracht“ genießen. Die Haigerer Imker haben derzeit rund 85 Mitglieder und betreuen seit 2014 die Bienenweide. „Die Weide ist eine unserer wichtigsten Aktionen und Veranstaltungen. Damit können wir auf die Bedeutung der Bienen hinweisen“, sagte Christof Brado. Im Anschluss an den Arbeitseinsatz, bei dem auch der Rasen rund um die Weide noch einmal gemäht wurde, gab es wie immer für alle Helfer Grillwürstchen zur Belohnung.