Kläranlagen-Umbau läuft auf Hochtouren


Die Umbaumaßnahmen der Kläranlage in der Haigerer „Ebbenau“ laufen auf Hochtouren. Um sich einen Eindruck vom aktuellen Stand zu verschaffen, besuchte vor Kurzem der Magistrat der Stadt die Baustelle. Thomas Heinbach (Fachdienstleitung Abwasserbeseitigung und Projektbetreuung Kläranlage), André Münker (Leitung Bauamt) und Sabine Becker-Brück (Fachdienstleitung Bauleitplanung) waren mit vor Ort und lieferten bei der Führung interessante Hintergrundinformationen zum Baufortschritt und den anstehenden Maßnahmen.

Die Kläranlage Haiger soll fit für die Zukunft gemacht werden, die Infrastruktur aktuellen Standards entsprechen. Ziel des 30-Mio.-Euro-Projektes ist es, dass das gereinigte Abwasser noch höheren Qualitätsstandards entspricht (EU-Wasserrahmenrichtlinie umsetzen durch gezielte Eliminierung von Stickstoff und Phosphor) und den Energieverbrauch der Anlage zu reduzieren (Umstellung auf anaerobe Schlammstabilisierung und Selbstnutzung des entstehenden Faulgases).

Der Spatenstich mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Behörden, Planungsbüros und Baufirmen erfolgte im März 2026 – und seitdem ist einiges passiert. Bei einem Ortstermin konnten Bürgermeister Christian Helfert sowie die Stadträte Niklas Debus, Björn Thomas Baier, Dr. Andreas Steiner, Jürgen Weber und Johannes Weyel schon deutlich sehen, wie die ersten Bauwerke entstehen.

In wenigen Wochen entstehen die
nächsten Fundamente

Erfolgreich fertiggestellt wurde bereits die Bodenplatte für das neue Belebungsbecken. Hier wird mit Hilfe von Mikroorganismen das Abwasser biologisch gereinigt, bevor es wenige Schritte später wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird.

Während der ersten Bauphase wurde ebenfalls mit der Baugrubenherstellung für das Vorklärbecken und das Technikgebäude (mit Einrichtungen zur Behandlung des Klärschlamms) begonnen. Doch hierbei war eine umfangreiche Bodenuntersuchung notwendig, um das Vorhandensein von Kampfmitteln auszuschließen. Durch den Prozess kam es zu einer Verzögerung im Bauablauf. Nach der Freigabe ging es weiter mit der Sicherung der Baugrube. Zum einen wurden Stahlprofile, sogenannte Spundwände, bis etwa acht Meter senkrecht in den Boden eingebracht. Zum anderen sollen Verbau-Anker, die rückwirkend etwa 12 Meter schräg gebohrt werden, die Baugrubenwände zusätzlich sichern. Im Anschluss an die Prüfung dieser Anker, kann die Baugrube weiter ausgeschachtet werden auf bis zu sechs Metern Tiefe. Läuft alles nach Plan, soll in wenigen Wochen mit dem Einbau der jeweiligen Bauwerkfundamente gestartet werden.

 

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Ortstermin am Bauprojekt Kläranlage Haiger (v.l.): Sabine Becker-Brück, André Münker und Thomas Heinbach (alle Verwaltung) gemeinsam mit Johannes Weyel, Bürgermeister Christian Helfert, Niklas Debus, Björn Thomas Baier, Dr. Andreas Steiner und Jürgen Weber (alle Magistrat).   Foto: Mario Dillmann/Stadt Haiger