Ein Lächeln ins Gesicht gezaubert


Manchmal geht ein Wunsch innerhalb weniger Minuten in Erfüllung. „Wir sind hier, weil wir unseren Zuhörern gerne ein Lächeln ins Gesicht zaubern wollen“, sagte Karl-Heinz Dentler von der Band „itzend“ zu Beginn des Konzerts in der Langenaubacher Kulturkapelle. Und wenige Minuten später hatte er mit seinen beiden Kollegen Thorsten Krebs (Cajon, Gesang) und Christoph Siebel (Mundharmonika, Gesang) diesen Vorsatz bereits in die Tat umgesetzt. Beim Auftakt-Song, dem Klassiker „Have you ever seen the rain“, sang das Publikum bereits begeistert mit.

Das war nur der Anfang. Das Trio aus dem Nachbar-Bundesland – dessen Name auf Hessisch vielleicht „Etz owwer“ lauten würde – hatte ausnahmslos Songs ausgesucht, bei denen das Publikum zumindest den Refrain, oft aber auch ganze Textpassagen mitsingen konnte. Kleine Kostprobe: „Ehrenwertes Haus“ (Udo Jürgens), „Stand by me“ (Ben E. King), „Twist and shout“ (Beatles), „Skandal um Rosi“ (Spider Murphy Gang), „Verdamp lang her“ (BAP) oder „Country Roads“ (John Denver) und „Die kleine Kneipe“ (Peter Alexander).

Im Mittelpunkt standen Oldies und erdige Klassiker der Rock’n’Roll-Geschichte mit Schwerpunkt der 60er und 70er Jahre, ergänzt durch bekannte deutsche Schlager und sogar zwei Kölschrock-Klassiker von BAP.

„Wir haben keinen roten Faden, sondern spielen Songs, bei denen wir und unser Publikum Spaß haben“, fasste Sänger und Gitarrist Dentler das Konzept des Trios treffend zusammen, das in Langenaubach hervorragend aufging. Die reduzierten Arrangements mit Gitarre, treibendem Cajon und Bluesharp harmonierten prächtig mit dem mehrstimmigen Gesang, den die drei „Seijjerlänner“ perfektioniert haben. Klasse!

Die gute Laune überträgt sich auf das Publikum

Ergänzt wurden die Songs mit launigen Moderationen, bei denen sich die Musiker nicht selten gegenseitig auf die Schippe nahmen. Stets war erkennbar, dass es der Band hauptsächlich um den Spaß geht. Und wenn Christoph Siebel bei einem kurzfristig ins Programm genommenen Song etwas länger nach der passenden Bluesharp suchen muss, dann wird auf der Bühne herzlich gelacht und die gute Laune überträgt sich auf das Publikum.

Zwei Stunden lang gaben die Jungs alles, begeisterten mit dem Stadion-Kracher „Sweet Caroline“ und „Johnny Be Good“ (Chuck Berry) und kamen erst nach einem Zugaben-Block von der Bühne. „Wir hatten zuletzt internationale Künstler aus England, Australien oder Schweden zu Gast. ‚itzend‘ hat bewiesen, dass es sich lohnt, sich auch mal in der Nachbarschaft umzuschauen“, bilanzierte Ralf Triesch vom Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Das sahen auch die Konzertbesucher so, die dem Rathaus-Team noch am Abend eine klare Botschaft vermittelten: „Bitte unbedingt nochmal verpflichten!“ Wird gemacht…