„Wäwersch ist nicht nur eine Gaststätte, sondern eine Institution, ein beliebter Treffpunkt und ein wenig sogar ein kleines Rathaus im Stadtteil“, sagte Haigers Bürgermeister Christian Helfert, als er Elke und Christian Jost von der Allendorfer Gaststätte „Deutsches Haus“ zum 185. Geburtstag des Gasthauses gratulierte. Natürlich hatte der Rathaus-Chef auch ein Geschenk mitgebracht. „Es ist beeindruckend, welche Bedeutung das Deutsche Haus für die Allendorfer Bevölkerung hat - ich wünsche Ihnen viele weitere Jahrzehnte“, sagte Helfert.
Die Familie Jost sowie die Mitglieder von „Wäwersch Theke-Elf“ freuten sich am Samstag und Sonntag der vergangenen Woche über zahlreiche Besucher in der Wachenbergstraße, die sich Getränke, aber auch Bratwurst und Erbsensuppe schmecken ließen. Ein Erinnerungsfoto mit Christian Jost (links) und seiner Mutter Elke, der guten Seele von „Wäwersch“, sowie Bürgermeister Helfert durfte natürlich nicht fehlen.
Von Anfang an stand ein Jost hinter dem Tresen. 1841 hatte der Steinbacher Christan Jost das Gebäude gekauft und umgebaut. In nunmehr sechster Generation ist wieder ein Christian Herr des Zapfhahns. „Wäwersch“, so der Dorfname, ist eine Institution im Ort. Spätestens, seit das Gasthaus 1929 um einen Saal erweitert wurde, war es über Jahrzehnte der Treffpunkt im Dorf. Egal, ob Familienfeier, Jagdgesellschaft oder Vereinszusammenkunft – wenn es etwas zu feiern gab, dann war das „Deutsche Haus“ der passende Ort dafür. Auch wenn heute längst nicht mehr so viel los ist wie zu den Glanzzeiten – ein Ort der Begegnung ist die Traditionsgaststätte immer noch. Dort trifft man sich zum Fußballschauen, zum Sonntagsfrühschoppen oder einem Feierabendbier. Der Gesangverein „Eintracht“ probt donnerstags im Saal. Sonntags wird Skat gekloppt und es rollen die Würfel. Geöffnet ist die Gaststätte von Donnerstag bis Sonntag.
Ein Begriff ist „Wäwersch“-Thekenelf, die allerdings auf dem Platz heute nicht mehr aktiv ist. Sie pflegen nach über vier Jahrzehnten aber immer noch die Gemeinschaft und können auf zahlreiche Unternehmungen zurückblicken. Christian Jost führt den Betrieb im Nebenerwerb. Zur Seite steht ihm Mutter Elke, die 2026 seit 50 Jahren hinter der Theke steht.
