Lächelnd zurückdenken an eine beeindruckende Künstlerin


Ihre Bilder halten die Erinnerung an Christa Majer lebendig. Acht Wochen lang konnten sich die Besucher des Haigerer Rathauses über die Kunstwerke freuen. Zum Abschluss der Ausstellung kamen vor wenigen Tagen Familie, Freunde, ehemalige Lehrerkollegen und Kunstschaffende im Stadtverordnetensitzungssaal zusammen, um sich an das vielseitige Wirken der Künstlerin zu erinnern.

Über Jahrzehnte hinweg prägte die Künstlerin Christa Majer († 4. Juni 2022) die Bildungslandschaft im mittelhessischen Raum als auch das regionale Kulturleben.

Der Erste Stadtrat Niklas Debus sprach in seinen Grußworten von der besonderen Verbundenheit zwischen Lehrern und Schülern an der Johann-Textor-Schule, die sich exemplarisch bei Christa Majer zeige.

Gemeinsam mit Majers Tochter Stefanie Hermann-Widrinski richtete Andreas Rompf von Seiten des Kulturamtes die Finissage aus. Er rückte in seiner wertschätzenden Rede zum einen Majers Beteiligungen an „Kunst in der Stadt” in den Fokus, zum anderen beschrieb er auch ihr Wesen und ihre Ausstrahlung. Während seiner langjährigen Dienstzeit im Kulturamt erlebte Rompf die Künstlerin als gute Zuhörerin, die aber gleichzeitig auch „nur sagte, was sie erzählen wollte“.

Es war eine unkomplizierte Zusammenarbeit, Beschwerden über den Ausstellungsplatz, wenn auch am Rand gelegen, waren ihr fremd - und sie machte immer das Beste beziehungsweise „ihr Ding” daraus. Die Ausstellungsbesucher fanden ihren Weg zu Majer und verweilten dort. Ihre Kunstwerke, wie zum Beispiel die „Hähne”, strahlten – wie die Künstlerin selbst. „Wir können  in dieser dunklen Zeit etwas von ihrer positiven Art übernehmen”, betonte Rompf.

Kunstwerk über Stadtgeschichte im Stadthaus zu sehen

Besonders ging Rompf auf das Werk zum Motto „Stadt-Land-Fluss” ein, das Majer der Stadt als Schenkung überlassen hatte. Die Details im Bild zeigen Stücke der Stadtgeschichte – Blaudruck, das Stadtmuseum, den Aubacher Silberschatz, die Nassauische Chronik oder Flammen, die die Stadtbrände symbolisieren. Da steckt richtig Arbeit drin. Das Werk steht seit geraumer Zeit in den Räumlichkeiten des Stadthauses und kann dort beim Besuch der Bücherei bestaunt werden. Auch das Kunstwerk einer Blumenwiese, das unter dem August Macke-Motto „Worte-Noten-Farben” entstanden war, schmückte viele Tage die Touristinfo. Im kleinen Kreise stießen die Finissage-Besucher in Erinnerung an Christa Majer  an und ließen den Abend mit guten Gesprächen ausklingen - es war ein würdiges Zusammenkommen zum Abschluss der Rathaus-Ausstellung.